Darbellay: Weg mit den Burkas!

  • Aktualisiert am 13.01.2012

BERN – Ein heikler Vorstoss: CVP-Chef Darbellay will muslimischen Frauen in der Schweiz verbieten, ihr Gesicht zu verhüllen. Auch den Touristinnen.

Die Hoteliers reiben sich die Hände: Immer mehr Gäste aus der arabischen Golfregion geniessen ihre Ferien in der Schweiz, schreibt der «Tages-Anzeiger». Sie bewundern unsere Gipfel und Gletscher und fallen dabei auf: Ihre Burkas und Schleier tragen viele der muslimischen Frauen natürlich auch im Berner Oberland oder Engadin.

Doch nun will ihnen der Christophe Darbellay, der Chef der CVP einen dicken Strich durch die Rechnung machen: Er will in der Schweiz ein Burka-Verbot durchsetzen. In Holland, Belgien und Deutschland wurden solche Verbote zumindest für bestimmte öffentliche Orte diskutiert. In der belgischen Stadt Antwerpen ist es aus «Sicherheitsgründen» sogar verboten, das Gesicht zu verhüllen.

«Die Burka ist ein Zeichen der Unterdrückung der Frau», sagt der Walliser zum «Tages-Anzeiger». Deshalb müsse der Gesichtsschleier in der Schweiz verboten werden. Ausnahmen gibt keine, auch nicht für Touristinnen.

Eine entsprechende Anfrage der CVP hat der Bundesrat allerdings schon vor zwei Jahre abgekanzelt – mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit. Die Verfassung garantiere freie Kleiderwahl.

Zumindest in der Tourismus-Hochburg Interlaken sind viele mit der Linie des Bundesrates einverstanden. Schliesslich will man auf das Geld der reichen Araber nicht verzichten: «Wir haben unsere Tracht, sie haben ihre Burka», sagt ein Taxifahrer im Bericht. (bih)

Das sagen Blick.ch Leser zum Schleier-Verbot in der Schweiz.

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