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Kein Alkohol mehr an Risikospielen ab Sommer 2013.
(Keystone)ZÜRICH - Weil bei Risikospielen rund ums Zürcher Letzigrund-Stadion Bierverbot herrscht, steigt der Umsatz von Wein und Schnaps.
Bei «Hochrisikospielen» gibt es für Fussballfans im Umkreis von einem Kilometer ums Zürcher Stadion Letzigrund nur noch Leichtbier. Damit soll betrunkenen und gewaltbereiten Krawallmachern sozusagen der Treibstoff entzogen werden.
Doch die Fans lassen sich durch die neuen Auflagen der Stadt Zürich nicht abschrecken. Sie weichen auf andere, härtere Alkoholsorten aus. Denn die sind von dem amtlichen Verbot nicht betroffen.
«Vor den Spielen haben wir in unserem Restaurant einen Riesenandrang von Fans, die Zwetschgenschnaps und Walliser Weisswein trinken», bestätigt Anja Pauli, Serviceangestellte des Restaurants Schlachthof unmittelbar neben dem Letzigrund-Stadion, diesen Trend.
Bizarr: Bier mit mehr als drei Prozent Alkohol ist verboten, Zwetschgenschnaps mit 37,5 Prozent dagegen erlaubt. In anderen Restaurants und Bars der Umgebung klingt es ähnlich. So etwa im Pepino am Albisriederplatz, wo die Fans vor den Spielen ebenfalls viel Hochprozentiges einkaufen.
Ernst Bachmann ist von der Entwicklung nicht überrascht. Der Präsident des Wirtevereins Gastro Zürich hält die Anordnung der Stadt für «reine Symptombekämpfung». Anfang Jahr rief er die 50 betroffenen Restaurantbesitzer in der Umgebung des Stadions zum Boykott der Neuregelung auf.
Die Stadt Zürich zeigte ihn wegen Aufforderung zum Ungehorsam an. Das Verfahren sei inzwischen eingestellt, sagt Bachmann, aber: «Meine Meinung habe ich nicht geändert.»
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