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Das tönt plötzlich nicht mehr so richtig zuversichtlich: Wenn die anderen Parteien Nein sagen zu seiner Kandidatur, «dann muss man einen anderen Kandidaten nehmen», sagte Blocher am Dienstagabend am Westschweizer Radio (RSR). Er wolle nicht, dass seine Partei in der Opposition bleibe.
Aber «im Moment sind wir noch in der Diskussion», sagte Blocher weiter, ohne Namen von möglichen anderen Kandidaten zu nennen und ohne explizit zu sagen, ob er antreten will oder nicht. SVP- Sprecher Alain Hauert sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, ein Rückzug Blochers sei nicht ausgeschlossen.
Ob die anderen Nein sagen oder nicht, will die SVP jetzt von CVP und FDP offiziell wissen: Parteipräsident Toni Brunner sagte zu Radio DRS, die SVP habe ein Anrecht darauf zu wissen, ob Blocher für die anderen Parteien wählbar sei. Er und Fraktionschef Caspar Baader suchten daher das Gespräch vor allem mit der FDP und der CVP.
Dabei kennt die stärkste Partei die Haltung der anderen schon längst. Dass alle grossen Parteien eine Wahl Blochers ablehnen, haben deren Parteispitzen bereits mehrfach deutlich gemacht.
Widerstand auch in der SVP-Fraktion
Auch in der SVP-Fraktion stösst eine Kandidatur Blochers auf Widerstand. Und dies nicht nur bei Ulrich Giezendanner und Peter Spuhler, die in den letzten Wochen wiederholt eine «mehrheitsfähige Kandidatur» gefordert hatten.
SVP-Nationalrat Felix Müri (LU) stellt Bedingungen: «Wir möchten zurück in die Regierung. Daher müssen wir auch jemanden auf der Liste haben, der wählbar ist», sagte er. Allerdings soll diese zweite Person laut Müri ebenfalls auf der Blocher-Linie politisieren.
Müri favorisiert deshalb eine Zweierkandidatur. Dabei steht für ihn der frühere Parteipräsident Ueli Maurer (ZH) im Vordergrund. Maurer sei für ihn, trotz Blochers Nomination durch die Zürcher, nicht aus dem Rennen, sagte er.
SVP-Strategie: Im Windschatten von Blocher
Bei Müris Vorschlag könnte es sich um die eigentliche Strategie der SVP handeln. Darauf deuten Aussagen des Schyzer SVP-Ständerats Alex Kuprecht (SZ) hin: «Die Strategie wird so sein, dass man versuchen wird, einen zweiten Hardliner mit Christoph Blocher zu portieren. Damit könnte sich Blocher zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Rennen nehmen.» (SDA/bih)
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Geniale Strategie oder halsstarrigkeit? Blocher spaltet Land und Partei. (Keystone)