Dank Verhandlungen des Preisüberwachers ÖV-Billette werden nicht so teuer wie erwartet

BERN - Die Preiserhöhungen beim Generalabonnement und bei anderen Billetten des öffentlichen Verkehrs fallen für 2017 weniger drastisch aus als vorgesehen.

Dank Verhandlungen des Preisüberwachers: ÖV-Billette nicht so teuer play
Die Preiserhöhungen beim Generalabonnement und bei anderen Billetten des öffentlichen Verkehrs fallen für 2017 weniger drastisch aus als vorgesehen KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

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Nach monatelangen Verhandlungen über die ÖV-Tarife hat sich der Preisüberwacher Stefan Meierhans mit den Transportunternehmen auf ein Preis- und Massnahmenpaket von 50 Millionen Franken geeinigt, wie er heute mitteilte.

Die Massnahmen sehen Rabatte und Preissenkungen vor. Die Vereinbarung führt dazu, dass die von der Branche des öffentlichen Verkehrs beschlossenen Billettpreiserhöhungen von durchschnittlich drei Prozent teilweise kompensiert werden, wie der Preisüberwacher Stefan Meierhans am Montag mitteilte.

GA-Besitzer erhalten Rabatt

Die Massnahmen kommen in erster Linie den Besitzern und Besitzerinnen von Generalabonnementen (GA) zugute, die mit einer Preiserhöhung von teilweise über fünf Prozent am stärksten vom Tarifanstieg betroffen sind. GA-Besitzer erhalten bei nahtloser Erneuerung automatisch einen Rabatt, die den Preisanstieg entweder teilweise oder vollständig kompensiert.

Aus technischen Gründen kommt dieser Erneuerungsrabatt nicht bereits beim Fahrplanwechsel per 11. Dezember 2016 zum Tragen, sondern erst ab dem 1. Februar 2017. Er gilt entsprechend für Nahtloserneuerungen bis und mit 31. Januar 2018.

Kinder-Mitfahrkarte neu im Sortiment

Weiter werden die Juniorkarten neu zu 15 statt wie bisher 30 Franken pro Jahr angeboten. Eine neu ins Sortiment aufgenommene Kinder-Mitfahrkarte, welche an keine verwandtschaftliche Beziehung zum Kind geknüpft ist, kostet ebenfalls 15 Franken pro Jahr. Damit kann ein Kind zwischen 6 bis und 16 Jahren in Begleitung des Inhabers der Karte in öffentlichen Verkehrsmitteln ein Jahr lang gratis mitreisen.

Zudem hat sich der Preisüberwacher erfolgreich dafür eingesetzt, dass die 9-Uhr-Karte zum Halbtax sowie der Multitageskartenrabatt 6 für 5 zum anstehende Fahrplanwechsel hin nicht abgeschafft werden.

Langwierige Verhandlungen

Dieser Einigung waren lange und zähe Verhandlungen vorausgegangen. Bereits im Februar hatte die Branche des öffentlichen Verkehrs eine Erhöhung der Billettpreise von drei Prozent per Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2016 angekündigt. Hauptgrund für den Anstieg der Tarife für den öffentlichen Verkehr sind die Trassenpreise, die der Bund auf Ende 2016 weiter erhöht. Die Trassenpreiserhöhung 2017 beträgt 100 Millionen Franken.

Nach Berechnungen des Preisüberwachers überstiegen die geplanten Tariferhöhungen allerdings die zulässigen Werte. Stefan Meierhans beschrieb die Verhandlungen auf Anfrage als «mühsam» und «wahnsinnig langwierig». Über das Resultat zeigte er sich einigermassen zufrieden. «Wir haben immerhin die Hälfte der 100 Millionen Franken wieder reingeholt». Dies sei besser als nichts. (bau/SDA)

Publiziert am 19.09.2016 | Aktualisiert am 24.09.2016
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  • Hans  Grüter 19.09.2016
    Schade. Der ÖV müsste wenigstens einigermassen kostendeckend arbeiten, damit die Autofahrer weniger zur Kasse gebeten werden müssten. Aber wenn dann die Preise erhöht werden sollen, wird das verhindert. Wie soll die Finanzierung besser werden, wenn die Preise nicht erhöht werden dürfen? Aber die Autofahrer bezahlens ja, also alles in bester Ordnung für die Linken.