Dank Smartphones Jugendkriminalität auf historischem Tief

Konflikte werden online ausgetragen statt auf dem Pausenplatz oder in einem Club. Die Jugendkriminalität ist in der Schweiz so tief wie nie zuvor seit Beginn der Jugendurteilsstatistik im Jahr 1999.

Das Opfer erlitt durch den Schlag mit dem Baseballschläger schwere Kopfverletzungen. play
Konflikte werden virtuell statt körperlich ausgetragen. (Symbolbild) Symbolbild: IMAGO

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach dem Sturmtief kommt jetzt der Schnee Egon der Wüterich
2 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...
3 Der leichtere Weg zum Schweizer Pass Jede vierte Einbürgerung ist...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

1999 wurden Jugendliche in der Schweiz wegen 7000 Verletzungen des Strafgesetzbuchs verurteilt. Danach stieg die Zahl kontinuierlich an; bis auf ein Rekordhoch im Jahr 2010 mit über 10‘000 Jugendurteilen.

Doch seither gehen die Zahlen von Jahr zu Jahr zurück. Aktuell sind es weniger als 6000 Straftaten pro Jahr. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» äussert sich dazu Marcel Riesen-Kupper, Leitender Oberjugendanwalt des Kantons Zürich und Präsident der Schweizer Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege: «Ein wichtiger Grund für die Abnahme der Jugendgewalt dürfte im veränderten Freizeitverhalten der Jugendlichen liegen.»

Facebook statt Dorfplatz

Die meisten Delikte würden Jugendliche abends und nachts an öffentlichen Orten begehen. Studien zeigen nun, dass sich Jugendliche zu diesen Zeiten weniger im öffentlichen Raum bewegen als noch vor ein paar Jahren. Sie bleiben vermehrt zu Hause und tauschen sich über soziale Medien wie Facebook oder Snapchat aus. Auch Konflikte werden online ausgetragen statt auf dem Dorfplatz oder in der Partymeile.

Publiziert am 25.12.2016 | Aktualisiert am 25.12.2016
teilen
teilen
1 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Carly  Pfitzner 25.12.2016
    Nun, diese Nachricht zeigt deutlich, dass man nicht von L....presse sprechen sollte, sondern doch eher von Unterschlagungspresse, was aber genauso anzuprangern ist! Paradebeispiel: Silvester/Kölnerdom - über 1000 Anzeigen und in der Statistik erscheinen dann gerade mal 2 bis 3 Verurteilungen! Diese bekannte Tatsache sowie die aus Aussichtslosigkeit nicht gemeldeten Bedrohungen, Schlägereien, Diebstähle, Handgreiflichkeiten, etc etc machen offizielle Zahlen zur Farce!
  • thomas  brunner aus Bönigen
    25.12.2016
    Ist es nicht eher so, dass das Jugendstrafrecht lascher geworden ist ?
  • marcel  Ruetsche 25.12.2016
    Wow, das ist wieder der Blick, anstatt die Wahrheit zu schreiben, das die Kriminalitaet auf dem Hoechststand ist, vielleicht nicht von den Jugentlichen, was ich auch nicht glaube, Verbrechen ,wie Mord, Vergewaltigungen, Raubueberfaelle, Gewaltanwendungen und Einbrueche sind auf dem Hoechststand, das sollte geschrieben werden und das ist die traurige Wahrheit.
    • Peter  Franz 25.12.2016
      Das ist der Unterschied, sie glauben andere nehmen Zahlen und rechen. Was ist wohl aussagekräftiger? Früher stand es vielleicht 2-3 Tage im "Blick" wenn es eine Mord gab. Heutzutage bringt es jede Tageszeitung (war früher nicht so), im TV läuft es in der Endlosschleife (zusammen mit anderen Fällen, jeden Tage mehrere Dokus) und Online wird es tagelang diskutiert.
  • Georg  Kuster 25.12.2016
    Ein guter Grund, dass Beleidigungen und Angriffe auf Social Media nicht strafrechtlich verfolgt werden sondern immer der freien Meinungsäusserung zugerechnet werden.
  • Eron  Thiersen 25.12.2016
    Nimmt man die Internetkriminalität dazu ist sie auf einem historischen Höchststand, dank den SMART Phones!