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Der Kanton Solothurn hat einen neuen Helden. Es ist ein Junge, der bei Flumenthal zwei Schwimmer in Not sieht, die Polizei ruft – und selbst in die Aare springt.
«Ich schwimme nicht schlecht», sagt Damiano Saitta zu BLICK. Der 14-jährige Gymi-Schüler aus Riedholz SO fühlt sich aber nicht als Held. «Das macht der Medienrummel aus mir.» Weil er ein Mädchen aus der Aare gerettet hat.
Damiano kommt am Mittwoch mit drei Kollegen zum Badeplatz an der Siggern-Mündung. «Da hörten wir ‹Mami, Mami!›-Schreie aus dem Wasser», erzählt er. «Vom Brüggli aus sahen wir, wie eine Frau versuchte, ein kleines Mädchen zu retten.»
Die Strömung hat die Kleine in die Aare hinausgerissen, als sie im knietiefen Wasser spielte. «Sie klammerte sich an die Mutter.»
«Ich hab sie rausgeholt
Doch dann beginnt die Frau selbst um Hilfe zu schreien. Damiano ruft mit dem Handy die Polizei. «Aber dann sagte ich mir: Bis die kommen, ist doch schon etwas Schlimmes passiert.» Er zieht sein T-Shirt aus, wirft Mütze und Schuhe weg und rennt den im Wasser Treibenden nach.
«Nach etwa 200 Metern sah ich, dass die Mutter hatte an Land schwimmen können. Das Mädchen trieb allein im Wasser.» Damiano rennt weiter, bis er auf gleicher Höhe ist. Er zieht seine Hose aus und springt.
«Ich fasste das Kind an einer Hand und zog es zu mir. Es schrie noch immer. Aber wir kamen ans Ufer.» Eine Passantin hilft ihnen aus dem Wasser. «Ich rief die Polizei an und sagte: ‹Ich hab sie rausgeholt›», erzählt Damiano.
Dem Mädchen geht es gut
Nach dem ersten Schock kommt die Mutter zu ihm und bedankt sich. «Sie wollte meine Adresse und sagte, ich würde von ihr hören.» Auch Kurt Gasser (46) lobt den 14-Jährigen. «Der Bub hat super gehandelt», sagt der Fischer, der die Szene beobachtet hat.
Dem Mädchen geht es gut. Die Mutter erleichtert zu BLICK: «Meine Tochter war gestern auf Schulreise.»