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Die einstigen Urwälder verkommen zur tristen Einöde. (ZVG)
Das Ölsand-Geschäft boomt. In Kanada werden riesige Flächen Urwald abgeholzt, um aus Sand, Öl zu fördern. Die Auswirkungen dieses Ölsand-Geschäfts sind massiv: 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid belasten die Umwelt jährlich. Hunderte Kilometer grosse Abbauflächen statt Urwald verbleiben. Umweltschützer sprechen von einer der grössten Umweltzerstörungen weltweit.
Wie Recherchen von «10 vor 10» zeigen, finazieren die Credit Suisse und die UBS mit über drei Milliarden US-Dollar diese Umeltzerstörung. Dies bestätigt auch die renommierte Finanzberatungsfirma Profundo in einer Studie.
Der Studienleiter Jan Willem van Gelder sagt sogar: «Ohne die Finanzierung durch Credit Suisse und UBS wäre es für Ölsand-Firmen massiv schwieriger, ihr Geschäft zu finanzieren.» Seit 2004 habe die Credit Suisse 2790 Millionen US-Dollar mit Krediten und Aktien angelegt. Die UBS sei mit 572 Millionen US-Dollar in entsprechenden Aktienfonds involviert.
Bewohner erkranken an Krebs
Auch die Bewohner der angrenzenden Gebiete leiden massiv unter der Abrodung des Waldes. Einwohner beklagen, dass die Schwermetalle aus den Ölminen ihr Grundwasser vergiften und Einwohner häufiger an Krebs sterben würden.
Die Credit Suisse sagt lediglich, man lege Wert darauf, dass die beste verfügbare Technologie angewendet werde. «Bei diesen Finanzgeschäften ist die Credit Suisse international allerdings nur ein verhältnismässig kleiner Akteur.»
Die UBS sagt, ihre Kunden und nicht die UBS selbst hätten in Ölsand-Fonds investiert. «Deshalb ist es falsch, die UBS für die in der Studie aufgeführten Umweltprobleme verantwortlich zu machen.»
Greenpeace Schweiz fordert den Ausstieg der Schweizer Grossbanken aus dem Geschäft. (gca)