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Auweia! Da ist Bundespräsident Pascal Couchepin ein Versprecher der übleren Sorte passiert: In einer Kommissionssitzung wollte Couchepin im Zusammenhang mit Versuchen am Menschen vom KZ-Arzt Josef Mengele sprechen – allerdings wurde daraus zunächst «Mörgele».
Couchepin habe den Versprecher sofort korrigiert, stellt das EDI in einer Medienmitteilung fest. Es verstehe sich wohl von selbst, dass niemand in der Schweiz heute mit dem Auschwitz-Arzt Mengele verglichen werden könne, vor allem nicht ein demokratisch gewählter Parlamentarier.
Wie SVP-Nationalrat Oscar Freysinger der Sendung «10vor10» sagte, habe er Couchepin darauf hingewiesen, dass er es nicht für angebracht halte, Witze über nicht anwesende Parlamentarier zu machen. Darauf habe Couchepin geantwortet: «Das war kein Witz».
Das Departement des Innern liess heute mitteilen, dass Couchepin es bedaure, wenn sich jemand durch den Versprecher verletzt fühle. Er habe keine heute lebende Person anvisiert.
Klar, das Christoph Mörgeli sich sofort auf die Hinterbeine stellt: Gegenüber der SF-Tagesschau sagte Mörgeli, Couchepins Verhalten stelle nicht nur ihm gegenüber eine «ungeheure Beleidigung» dar, sondern sei auch eine ungeheure Beleidigung der Opfer von Mengele und eine Verharmlosung von dessen Taten. SVP-Präsident Ueli Maurer sagte gegenüber der Tagesschau, Couchepin sei für die Schweiz als Bundespräsident nicht mehr tragbar. (num/SDA)