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Rache-Video auf YouTube: Seine Generalabrechnung im Internet Christoph Meili verpetzt Familie von Ex beim Sozialamt

ZÜRICH – Er rückt seine Brille zurecht, dann fängt er mit leicht belegter Zunge an zu reden. Bankenschreck Christoph Meili (39) – auf You-Tube rechnet er mit seiner Ex-Frau und deren Familie ab. Das Video wurde inzwischen gesperrt.

Von Gabriela Battaglia | Aktualisiert um 09:43 | 01.02.2008
Dieses Video wurde aus YouTube entfernt
«Ich bin auf schamlose Weise ausgenützt worden. Das möchte ich in diesem Video offiziell bekannt geben.» Mit diesen Worten beginnt der Ex-Securitas-Wachmann seinen Beitrag auf YouTube.

Christoph Meili: der einstige Held vom Zürcher Paradeplatz, der zum Buhmann wurde. Weil er Akten über Holocaust-Vermögen vor dem Schredder rettete und so eine Prozesslawine gegen Schweizer Banken auslöste (siehe rechts).

Das YouTube-Filmchen trägt den Titel: «Exwife Giuseppina». Die erste Frau von Meili und Mutter von zwei seiner drei Kinder.

8 Minuten und 25 Sekunden lang zieht Meili über seine Ex und deren Familie her. Und beschuldigt diese, in der Schweiz auf Kosten des Sozialamtes gelebt zu haben. Giuseppinas Vater sei in den 60er-Jahren als Gastarbeiter von Italien in die Schweiz gekommen. «Nach einem Jahr Arbeiten wurde er offiziell invalid geschrieben», sagt Meili in die Kamera. «Er ging in die Barmelweid-Klinik zum Kuren und forderte IV von der Schweiz.»

Im khakifarbenen Hemd sitzt Meili in seiner Wohnung in Kalifornien. Er tönt, wie wenn er sich Mut angetrunken hätte vor seiner Tirade. Am Bildrand rechts unten ist ein Flaschenkopf zu sehen. Auf YouTube nennt sich Meili «Swissguard 007».

Sein Ex-Schwiegervater habe mit einem Kredit zwei Wohnungen in Rimini gekauft. «Unterdessen bezahlten die Sozialdienste Baden die Sozialwohnung», stellt Meili fest. Sein Ex-Schwager lebe heute noch in der Wohnung.

Dann kommt Meili mit gerötetem Kopf auf seine Ex zu sprechen. Er beginnt harmlos. «Ich habe Giusi in den 80ern kennengelernt. Und fand sie eigentlich recht gut und hübsch.»

Doch ihre Eltern hätten unbedingt gewollt, dass er und Giusi heirateten und Kinder kriegten. «Für die Eltern war es eine Art Trittbrett. Sie fanden es gut, weil Giuseppina dadurch den Schweizer Pass und damit Sicherheit erhielt: AHV und IV.»

Er sei gezwungen worden, Kredit aufzunehmen. 12´000 Franken für ein Schlafzimmer. «Eigentlich war ich ein Dummkopf, das zu tun.» Er habe auch noch 12´500 Franken für ein Haus in Sizilien aufgenommen und dem Vater seiner Frau gegeben. «Giusi habe ich als sehr, sehr kranke Frau kennengelernt.» Trotzdem sei er immer zu seiner Familie gestanden. 11 Jahre lang.

«Deshalb trifft es mich besonders hart, dass sie sich – wie ihr in der Schweiz ja wisst – jetzt von mir scheiden liess.»

Dann bezichtigt Meili seine Ex des Ehebruchs. «Ich war im Gefängnis und wusste nicht, was lief».

Als er endlich zu Hause anrufen konnte, sei ihr Neuer schon dort gewesen. «Sie begann hinter meinem Rücken ein Verhältnis mit diesem Häuser-Makler.»

Dann gibt Meili zu: «Ich hatte zwei, drei Mal Sex mit einer Prostituierten. Aber ich hielt stets zu meiner Familie», sagt er.

«Heute sagt Giusi, ich sei ein Verlierer. Aber das denke ich nicht.» Seine Ex-Frau wolle bloss immer mehr Geld. «Ich will, dass Giusi die Rechnung dafür erhält, dass sie verliert und die Wahrheit am Ende siegt», sagt Meili. «Ich habe nichts mehr zu verlieren, ich habe kein Geld mehr.»

Die Familie seiner Ex-Frau sei «einfach kriminell», sagt der Mann, der den Bankenplatz Schweiz vor elf Jahren erschütterte.

Das Sozialamt Baden solle mal «go luege». Und zum Schluss: «Das ist der erste Teil», beendet Meili seinen YouTube-Auftritt.

Sein Ex-Schwager sagt zur Internet-Tirade nur: «Kein Kommentar.»

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Christoph Meili zieht in einem Videofilm im Internet (l.) über Giuseppina her, von der er jetzt geschieden ist. (Keystone)
Christoph Meili zieht in einem Videofilm im Internet (l.) über Giuseppina her, von der er jetzt geschieden ist. (Keystone)

Vom vielen Geld nichts mehr übrig

ZÜRICH – Christoph Meili (39). Als einfacher Securitas-Wachmann brachte er vor elf Jahren den Bankenplatz Schweiz international in Verruf.

Am 8. Januar 1997 findet Christoph Meili im Schredder-Raum der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft SBG (heute UBS) in Zürich Akten über Holocaust-Vermögen. Er übergibt die Belege der Israelitischen Cultusgemeinde.

Die Bezirksanwaltschaft Zürich eröffnet ein Strafverfahren gegen Meili wegen Verletzung des Bankgeheimnisses. Meili klagt gegen die SBG. Der US-Anwalt Ed Fagan reicht Sammelklagen gegen Schweizer Grossbanken ein.

Meili verliert seinen Job in der Schweiz und wandert mit seiner damaligen Frau Giuseppina und den beiden Kindern Mirjam und Davide in die USA aus. Dort erhält die Familie als erste Schweizer politisches Asyl.

Meili wird in den USA Kronzeuge der Sammelklage. Der Druck auf die Schweizer Banken wächst. Schliesslich kommt es zu einem Vergleich: Die Schweizer Banken zahlen 1,25 Milliarden Dollar in einen Fonds für Holocaust-Opfer.

Meili selbst erhält eine Entschädigungszahlung von mehreren 100´000 Franken. Davon ist heute nichts mehr übrig. Der Ex-Securitas-Wachmann wirft Fagan und den jüdischen Organisationen vor, ihn ausgenützt zu haben.

In den USA ging Meilis erste Ehe kaputt. Nach seinem abgebrochenen Kommunikationsstudium arbeitet Meili heute wieder als Wachmann. Und lebt mit seiner zweiten Frau, Grace Su Cho (40), und dem gemeinsamen Sohn Simon (3) in der Nähe von Los Angeles. Meili ist seit 2005 US-Bürger.

Von Gabriela Battaglia

Das sagen Blick.ch-Leser
Michael, Landquart - 15:24 | 03.02.2008
» Herr Meili, zuerst flüchten sie in die USA, nachdem sie die Schweiz auf feige Art und Weise verraten haben, und nun versuchen sie sich wieder mal in die Schlagzeilen zu hiefen. Sie sollten sich schämen, ich rate Ihnen dringend zu einem Alkoholentzug und anschliessender Therapie, den sie haben offensichtlich ein Problem mit sich selber.
Christina, Zürich - 16:00 | 02.02.2008
» ui ui ui, kann man noch tiefer sinken? sollte man jetzt mitleid haben mit dem armen herr meilchen?und wieso klagt er jetzt sein erbärmliches leben uns schweizern? hat sich doch damals nach good old america verzogen.soll doch mit seinem wehleidigen klagen den amis auf den wecker gehen. vielleicht können die sich ja ein tränchen abdrücken. bleib einfach wo du bist, hier interresiert sich kaum jemand für dich und deine story
samantha, st.galle - 14:34 | 02.02.2008
» wie alt bist du? 39? sorry aber du benimmst dich wie ein kleines kind!Und das sie mit dir nicht über anderes redet ausser die kinder kan ich gut verstehen mit dir würde ich überhaupt nicht mehr reden. Du gehörst einfach nur in den Kindergarten. Und das ist so bei italiener sie halten zusammen,und schauen nicht auf das Geld.
schmunzel, kapstadt/südafrika - 10:27 | 02.02.2008
» lachhaft herr meili wie tief sie gesunken sind in den vergangen jahren! offenbar haben sie auch ein alkoholproblem und können ihre gefühle für ihre ex-frau nicht verdrängen. sie haben die ganze schweiz in den dreck gezogen und hoffen nun auf mitleid? wachen sie auf und beginnen sie einmal konstant einer arbeit nachzugehen! 007 nennen sie sich, dann verhalten sie sich bitte auch wie einen!!!
Sigi, Davos - 07:44 | 02.02.2008
» Herr Meili,hören Sie den Clown zu spielen. Hören Sie auf mit dem ewigen Gejammer. Ich verstehe nicht ganz warum Sie nicht zu ihren jüdischen Freunden gehen um ihr Leid zu klagen. Bleibt noch die Frage, war es eigentlich die paar Silberlinge wert?
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