Charis Forrer (24) trägt Mikrochip statt Verlobungsring: Ihr Herz für Roman schlägt hier

So sieht Romantik in der digitalen Welt aus. Ein Zürcher Tattoo-Studio besiegelt in fünf Minuten und für 150 Franken Verlobungen – mit einem Mikrochip.

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Möglichst hochkarätig, am besten von Tiffany und richtig schön funkelnd: So stellen sich Liebespaare den perfekten Verlobungsring vor – zumindest die weiblichen Hälften.

Bei Charis Forrer (24) aus Brugg AG sieht das ein bisschen anders aus. Ihrer ist so gross wie ein Reiskorn und steckt unter der Haut. Sie trägt den Verlobungsring der Zukunft – einen Mikrochip.

Seit einem Monat bietet Deady Leemann (33) in seinem Tattoostudio Mitico Bodycult in Zürich-Oerlikon Mikrochip-Implantate an. «Rund 50 Kunden haben sich einen Chip einsetzen lassen», sagt er.

Der Name des Verlobten unter der Haut

Auf der winzigen Festplatte kann ein individueller Text nach Wunsch gespeichert werden. Leemann: «Die meisten nehmen den Namen des Partners.»

Es geht aber auch ausgefallener: Zwei liessen sich die Seriennummer speichern, die der Chip ihres Hundes hat. Ein NFC-Lesegerät (z. B. auf Android-Handys) kann sichtbar machen, was auf dem Chip gespeichert ist.

Bei Charis Forrer ist das der Name ihres Verlobten Roman Zeindler (24) sowie das geplante Hochzeitsdatum, der 18. Oktober 2014. «Ich habe im Internet gesehen, dass so etwas angeboten wird und mich sofort entschlossen, es zu machen», sagt die 24-Jährige, die acht Tätowierungen auf ihrem Körper hat. «Mein Verlobter findet es megacool. Das hat schliesslich nicht jeder.»

Roman Zeindler trägt keinen Chip. Er steht mehr auf Tattoos. Die Prozedur, um den Chip durch eine Kanüle unter die Haut zu setzen, dauert fünf Minuten – und tut in etwa so weh wie eine Impfung. Kosten: 150 Franken.

Einen solchen Ring verliert niemand

Gegenüber einem traditionellen Ring hat der Mikrochip-Verlobungsring einen weiteren Vorteil: Er ist garantiert verlustsicher.

Dafür aber notfalls wiederverwendbar. Charis Forrer: «Er ist nicht schreibgeschützt. Ich könnte also noch ein paar Mal heiraten und auf dem Chip einfach jedes Mal den Namen des neuen Mannes speichern.»  Aber natürlich hat das die glückliche Braut nicht vor.

Publiziert am 09.10.2014 | Aktualisiert am 09.10.2014
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6 Kommentare
  • Tamara  Bachmann aus Lyss
    09.10.2014
    Ja, darum gehts, es hat schliesslich nicht jeder! Ob es nun gut ist oder nicht, Hauptsache, nicht jeder hats. Das ist doch Schwachsinn. Die Menschheit verkommt total! Hab das sowieso nicht so ganz kapiert, wo kann man jetzt genau den Namen bzw. gespeicherten Text lesen? Nur auf dem Handy?
    • Deady  Leemann 09.10.2014
      Ciao Tamara,
      Den Namen, den gespeicherten Text, den URL Link, oder die digitale Visitenkarte kann man mit jedem NFC Kompatiblen Gerät auslesen und weiterverarbeiten. In der Regel sind das heute Smartphones und Tablets. Es gibt jedoch auch PC und autonome Handheld Lesegeräte.
      Gruss Deady
  • Peter  Balu J , via Facebook 09.10.2014
    Wenn man berücksichtigt, wie lange eine Ehe heutzutags hält, ist ein wiederbeschreibbarer Chip effektiv die bessere Varianta. Wenn sogar die Rechtssprechun gnicht mehr von Lebenspartner sondern von Lebensabschnittspartner spricht, ist die Tratidion der Ehe längst passée. Warum dann an der Tradition des Ringes hängen bleiben? Als Wertanlage?
  • Karl  Chresta aus Trübbach
    09.10.2014
    Die Idee ist nicht schlecht, aber ich denke, wenn genügend Speicherplatz zur verfügung steht, ideal für eine Patientenverfügung, hätte man immer bei sich und könnte die immer wieder aktualisiern. Das würde ich mir dann machen lassen.
    • Deady  Leemann 09.10.2014
      Ciao Karl,

      Ja theoretisch geht das schon. Organspendeinfos etc können wir bereits speichern.
      In den USA gibt es Bestrebungen Krankenkassen Infos darauf zu speichern. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit.

      Gruss Deady
  • Wayan  Westra aus Denpasar
    , via Facebook
    09.10.2014
    Und wie ist das auf dem Airport bei der Sicherheitskontrolle? Bin gespannt auf den ersten Zoff.