Cannabis-Kritiker schlagen Alarm: Schweizer Bubis sind Weltmeister im Kiffen

ZÜRICH - In keinem anderen Land haben so viele 15-jährige Knaben Erfahrung im Rauchen von Cannabis wie in der Schweiz. Aber auch die Mädchen sind Weltklasse auf dieser Rangliste. Eine unrühmliche Tabelle, denn der Konsum wirkt sich auf die Schulnoten aus.

In mehreren Bundesstaaten wurden Initiativen zur Legalisierung von Cannabis angenommen. play
Kiffen: «Die Abhängigkeit wird massiv unterschätzt.» Das sagt Experte Boris Quednow. Daniel Ammann

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Während die Schweizer Knaben beim Konsum an der Spitze liegen, gehören die Schweizer Mädchen zu den drittstärksten Konsumenten weltweit. Vor ihnen liegen nur französische und tschechische Teenagerinnen.

Das zeigen neue Daten einer internationalen Schülerbefragung, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Drogenexperten sind besorgt über diese Zahlen, zumal die Schweiz jährlich mehrere Millionen Franken in die Suchtprävention investiert. Sie weisen darauf hin, dass der Cannabis-Konsum in der Pubertät besonders problematisch sei.

Der Inhaltsstoff THC greift in neuronale Entwicklungsprozesse ein. Dadurch kann Cannabis den Weg zu einer psychotischen Störung bahnen. «Die Abhängigkeit wird massiv unterschätzt», sagt Boris Quednow, Drogenexperte an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, der «NZZ am Sonntag».

Zudem führt ein regelmässiger Cannabis-Konsum zu Antriebslosigkeit – eine schlechte Voraussetzung für junge Menschen in Ausbildung.

Laut Quednow sollten Jugendliche so wenig Zugang wie möglich zu Cannabis bekommen. Solche Forderungen werden lauter, weil in vier Schweizer Städten Pilotprojekte zur legalen Cannabis-Abgabe an Erwachsene anlaufen.

Untersuchungen aus den USA deuten darauf hin, dass eine Legalisierung das Konsumverhalten von Jugendlichen beeinflusst. Sie bekommen den Eindruck, Kiffen sei harmlos. (gf)

Publiziert am 28.03.2016 | Aktualisiert am 29.04.2016
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22 Kommentare
  • Anton  Palokaj , via Facebook 29.03.2016
    besser das zeug legalisieren, da hat der staat dann auch was davon finanziell. in gottes namen, es gibt massiv gefährlichere drogen als kanabis und hasch (alkohol, tabletten etc.), die legal sind. viele jugendliche haben nebst dem "normalen" kick bei marjuhana, einen zusätzlichen kick, was illegales zu tun. na, fällt der groschen jetzt...
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 28.03.2016
    Zur Erinnerung: Vor langer Zeit hat Paracelsus festgestellt, das gilt heute noch! Vermutlich hat sich Paracelsus anlässlich einer Selbst-Behandlung versehentlich vergiftet und damit eine zentrale Aussage von ihm bestätigt:
    Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
  • michael  przewrocki aus basel
    28.03.2016
    Ist nicht so schlimm, ganz schlimm ist wenn sie uns den Atem rauben, sei es wegen stinkender Kleider im Bus, oder durch die Badezimmerlüftung oder unter dem Fenster an der Haltestelle! Ein Witz dass in den Bahnhöfen nicht endlich Schluss mit Rauchen ist. Herr Meyer, Action!
  • Koni  Kadir , via Facebook 28.03.2016
    Das kommt von den largen Gesetzen diesbezüglich. Cannabis ist eine Droge, welche viele Leute verharmlosen. Ein Fakt ist, dass dieser Stoff die Sinne benebelt. Wer benebelt ist, kann nicht mehr klar denken und das verursacht unnötig Kosten.
  • Torben  Neuhaus aus Esslingen
    28.03.2016
    Der einzige Grund warum ich das kiffen aufgehört habe damals war der Führerschein.
    Ich kann mich beim kiffen an keinem blackout, kontrollverlust, Aggressivität oder sonst was erinnern in dieser Zeit anders als beim Alkohol.
    Selbst wenn man Todesstrafen wie in manchen asiatischen Ländern einführen würde um es mal krass zu sagen. DEALER wird es immer geben.
    Bin für eine freigrenze und das legalisieren in den eigenen vier Wänden. Staatliches vertreiben und hohe Strafen bei Konsum in öffentlichk