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Bundesrätin Micheline Calmy-Rey bricht am Sonntag zu ihrer Südamerika-Reise auf. Im Zentrum steht dabei der Besuch in Bogotá, wo Kritik an der Schweizer Vermittlungsarbeit laut wurde (Blick.ch berichtete). Die Schweizer Aussenministerin trifft deswegen gleich zu Beginn mit Präsident Alvaro Uribe und ihren Amtskollegen Jaime Bermudez.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Schweizer Vermittler Jean-Pierre Gontard Parteinahme für die linksgerichtete FARC-Guerilla vor. Zudem soll er 2001 den Rebellen für eine Geiselfreilassung Lösegeld überreicht haben. Was das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vehement bestreitet.
Nach der militärischen Befreiung von Ingrid Betancourt und 14 weiteren Geiseln erklärte die Regierung von Präsident Alvaro Uribe ausserdem, sie verzichte auf die Dienste der europäischen Vermittler und setze künftig auf direkte Verhandlungen mit der FARC.
IKRK-Symbol-Streit
Ebenfalls zur Sprache kommen dürfte der vorsätzliche Missbrauch des Rot-Kreuz-Symbols durch die kolumbianische Armee während der Befreiung Betancourts. Bei der Befreiung von Ingrid Betancourt hatte ein Soldat ein Hemd mit dem Rot-Kreuz-Symbol getragen (Blick.ch berichtete). Nach den Genfer Konventionen ist das Emblem geschützt und darf nur vom IKRK und anderen Rot-Kreuz-Gesellschaften genutzt werden.
Brasilien wichtigster Handelspartner
Zweite Station auf der Südamerika-Reise Calmy-Reys ist Brasilien, hier stehen wirtschaftliche Themen im Mittelpunkt. Schweizer Firmen exportierten 2007 Güter im Wert von knapp 1,9 Milliarden Franken in das Schwellenland. Die Importe lagen bei einer Milliarde Franken. Damit ist Brasilien der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Lateinamerika. (SDA/zeb)
Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe will das FARC-Problem künftig alleine regeln.- Reuters