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Jahreskonferenz der Schweizer Presse in Luzern – und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hatte ihren grossen Auftritt. Sie jammerte überhaupt nicht über die Informationsflut. Sondern outete sich als Freundin neuer Medien.
Bereits habe sich etwa der Blog seinen eigenen Platz erobert und sogar den Bundesrat erfasst. So betreibe der Kommunikationsminister, SP-Parteikollege Moritz Leuenberger, seinen eigenen Blog. Das sei ein neuer Weg des politischen Dialogs.
«Nie hatten wir mehr Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren. Das ist erfreulich, denn unsere Gesellschaft lebt von der Vernetzung und der Kommunikation», sagte Calmy-Rey.
Gar nicht cool findet Calmy-Rey dagegen die ewigen Meldungen über Britney Spears und Paris Hilton. Politische Analyse und origineller Kommentar seien doch viel wichtiger für die Demokratie als die letzten Neuigkeiten über echte oder vermeintliche Stars.
Die Bundespräsidentin wünscht sich deshalb von den Verlegern in der Schweiz, auf ihren Redaktionen möglichst viele unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck kommen zu lassen. (AP)