Minarett-Verbot Calmy-Rey erklärt direkte Demokratie auf Al Dschasira

  • Aktualisiert am 09.01.2012

ZÜRICH – Das Minarett-Verbot erregt Aufsehen. Heute musste Aussenministerin Michleine Calmy-Rey dem arabischen Sender Al Dschasira Red und Antwort stehen.

SVP-Nationalrat Oscar Freysiner machte den Anfang – und musste sich auf Al Dschasira als neuer «Hitler» beschimpfen lassen. Heute stand EDA-Chefin Micheline Calmy-Rey dem arabischen Sender Red und Antwort, wie Radio Suisse Romande berichtet.

Es ging natürlich um das Minarett-Verbot. Und Dutzende Millionen Zuschauer des in Qatar stationierten Senders bekamen zu hören, dass Calmy-Rey einmal mehr betonte: Die Abstimmung sei ein Ausdruck der schweizerischen direkten Demokratie. Das Minarett-Verbot richte sich aber nicht gegen die Muslime in der Schweiz generell.

Das Verbot von Minaretten richte sich gegen einen extremen Islamismus, sagte Calmy-Rey. Allerdings räumte sie ein, dass die Libyen-Affäre um die beiden Geiseln «sicher nicht geholfen» hat.

Mit dem Interview machte die Aussenministerin klar, dass es für die Kommunikationsstrategie des Bundesrats extrem wichtig sei, die Haltung des Bundesrats gerade auch im islamischen Ausland bekannt zu machen. (snx)

Erklärte heute der arabischen Welt das Minarett-Verbot: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey.- Keystone

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