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Bei strömendem Regen besuchte Micheline Calmy-Rey einen Teilabschnitt der israelischen Sperrmauer in der Nähe von Jerusalem. Dabei wurde sie vom israelischen Oberst Danny Tirza begleitet. Während die Schweizer Aussenministerin keinen einzigen Kommentar abgab, betonte Tirza, dass der Verlauf der bis zu 7 Meter hohen Mauer auch nur provisorisch sein könnte.
Die Palästinenser nennen den Bau eine «Mauer der Apartheid». Sie werfen den Israelis vor, damit Teile des Westjordanlands annektieren zu wollen. Israel hingegen betont, dass die Sperre dem Schutz vor Attentätern gelte. Seither seien die Anschläge um 80 Prozent zurückgegangen.
Am Nachmittag traf Calmy-Rey den israelischen Vize-Regierungschef Shimon Perez. Dabei ging es primär um den geplanten Rückzug aus dem Gazastreifen. Der humanitäre Zugang zu den Gebieten müsse verbessert werden, sagte die EDA-Vorsteherin. Perez habe sich «interessiert» an der Schweizer Position gezeigt.
Bevor sie am Mittwoch in die Schweiz zurückkehrt, trifft sie in Kairo auf ihren agyptischen Amtskollegen Ahmed Aboul Gheit. Dort will sie sich über die Resultate des Nahostgipfels informieren lassen.
Micheline Calmy-Rey guckt im strömenden Regen durch die israelische Sperrmauer.- Keystone