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Minarett-Verbot: Calmy-Rey erklärt direkte Demokratie auf Al Dschasira

ZÜRICH – Das Minarett-Verbot erregt Aufsehen. Heute musste Aussenministerin Michleine Calmy-Rey dem arabischen Sender Al Dschasira Red und Antwort stehen.

Aktualisiert um 19:01 | 11.12.2009
SVP-Nationalrat Oscar Freysiner machte den Anfang – und musste sich auf Al Dschasira als neuer «Hitler» beschimpfen lassen. Heute stand EDA-Chefin Micheline Calmy-Rey dem arabischen Sender Red und Antwort, wie Radio Suisse Romande berichtet.

Es ging natürlich um das Minarett-Verbot. Und Dutzende Millionen Zuschauer des in Qatar stationierten Senders bekamen zu hören, dass Calmy-Rey einmal mehr betonte: Die Abstimmung sei ein Ausdruck der schweizerischen direkten Demokratie. Das Minarett-Verbot richte sich aber nicht gegen die Muslime in der Schweiz generell.

Das Verbot von Minaretten richte sich gegen einen extremen Islamismus, sagte Calmy-Rey. Allerdings räumte sie ein, dass die Libyen-Affäre um die beiden Geiseln «sicher nicht geholfen» hat.

Mit dem Interview machte die Aussenministerin klar, dass es für die Kommunikationsstrategie des Bundesrats extrem wichtig sei, die Haltung des Bundesrats gerade auch im islamischen Ausland bekannt zu machen. (snx)
Erklärte heute der arabischen Welt das Minarett-Verbot: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. (Keystone)
Erklärte heute der arabischen Welt das Minarett-Verbot: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. (Keystone)
Das sagen Blick.ch-Leser
Alexandru Antonio Colceriu, Zürich - 12:03 | 12.12.2009
» Es ist erstaunlich wie der Bundesrat Rassismus und Diskriminierung unter dem Vorwand der direkten Demokratie gerechtfertigen will.
Helmut Kiesalter, Zürich - 20:30 | 11.12.2009
» Ja Himmel Herrgott noch einmal, wo sind wir angelangt, dass ein Mitglied unserer Landesregierung sich über unser Abstimmungsverhalten, rechtfertigen muss. Das Frau Calmy-Rey nicht die richtige Person dafür ist, ist nun hinlänglich bekannt. Etwas mehr Selbstvertrauen gegenüber dem Stimmbürger wäre dringend nötig. Ob Frau Calmy-Rey dafür prädistiniert ist unsere Meinung im Ausland richtig zu erklären, möchte ich stark bezweifeln.
Miriam N, Bern - 19:58 | 11.12.2009
» an alle die vor dem Interview so ein Geschrei gemacht haben und auf Frau Calmy-Rey rumgehackt haben: War das jetzt so schlimm? Hat sie jetzt das Volk vertreten oder nicht? Ich würde sagen: Ja, hat sie! Und jetzt seid ihr alle ganz still. Vielleicht das nächste Mal abwarten um was es wirklich geht, bevor ihr alles kritisiert. Danke!
reinhard hertig, gibswil - 19:05 | 11.12.2009
» es ist ja unglaublich, dass kopftuch-micheline auftreten durfte. diese person ist nicht gut für unsere regierung. aber, bei der sp kommt ja kaum was besseres nach. leider.
Alexandra Weber, Zug - 19:04 | 11.12.2009
» Was heisst hier: MUSSTE?????? Sie macht`s doch gerne. Die Schweizer-Regierung rennt in dr ganzen Welt herum um sich für das Volk zu entschuldigen. Das ist peinlich und wiederlich, Das Volk hat gewählt und die Regierung schämt sich. Das zeigt klar, dass die Regierung nicht mit dem CH-Volk umgehen kann. Der Bundesrat muss sich auf der Ebene des Volkes bewegen und das Volk und die Schweiz verteidigen, nicht sich selber! POLITIKER SEIN IST EIN BERUF FÜR BERUFENE UND NICHT FÜR BEQUEME LOHNEMPFÄNGER!
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