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Zuerst fliegt er vier Meter am Kopf der joggenden Politikerin vorbei. Der Mäusebussard macht seltsame Laute.
«10 Sekunden später lag ich am Boden», erzählt Hutter BLICK. Das Tier hat sich in ihren Hinterkopf gekrallt. «So wie er eine Maus packen würde.»
Dann lässt der Raubvogel wieder ab, steigt in die Höhe. Aber Hutter ist starr vor Schreck, kann nicht gleich wieder aufstehen.
Jetzt hat der Bussard Blut gerochen. Immer und immer wieder stürzt er sich auf die Politikerin, krallt sich in ihren Kopf. «Erst als ich laut geschrien und rumgefuchtelt habe, konnte ich mich befreien», sagt Hutter.
Der Arzt diagnostiziert am Samstag eine Hirnerschütterung. Präventiv gibts eine Starrkrampf-Spritze. Die Wunden am Hinterkopf müssen zum Glück nicht genäht werden.
Aber warum attackiert ein Raubvogel einen Menschen? Der Wildhüter erkärt Hutter: Mäusebussarde haben zurzeit Junge. Darum können sie aggressiv sein.
Jasmin Hutter ist nach zweitägiger Bettruhe wieder fit. Zu Hause joggt sie vorläufig aber auf einem anderen Weg. Und: «Ich schaue nun ab und zu nach oben.»
Ein Angriff aus heiterem Himmel: Ein Mäusebussard griff Jasmin Hutter an und verletzte sie.- Fotomontage/Dick Vredenbregt