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Vor allem Eltern sollen Kinder und Jugendliche aufklären und nicht die Schulen. (Stefan Bohrer)
An Basler Schulen werden die Jugendlichen mit Holzpenissen in allen erdenklichen Längen und Dicken sowie einer künstlichen Vagina aufgeklärt. Die Lehrer erhalten entsprechende «Sex-Boxen» dafür
Gegen diese Art von Aufklärung formierte sich in der ganzen Schweiz massiven Widerstand. Die Waadtländer SVP-Nationalrätin Alice Glauser wollte darum vom zuständigen Bundesrat Didier Burkhalter wissen, was er von einem solchen Aufklärungskonzept halte.
Blick.ch liegt nun die schriftliche Antwort des Bundesrates zur Sex-Box vor.
Darin zeigt sich Burkhalter sehr zurückhaltend. Er woll sich nicht in die Angelegenheit der Kantone einmischen. Und: «Der Bundesrat ist der Überzeugung, dass sexuelle Aufklärung primär Sache der Eltern ist». Um die Chancengleichheit zu gewährleisten, sei es aber wichtig, dass es an den Schulen auch Sexualunterricht gebe. Die soll aber dem Schulniveau entsprechend ausfallen, schreibt Burkhalter.
Burkhalter will sich partout nicht die Finger verbrennen am heissen Thema und weicht auf Grundsätze zur Aufklärungspolitik aus. Wichtig sei, dass die Jugendlichen Grundkenntnisse über die Sexualität hätten und vor allem auch wüssten, wie sie sich gegen Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten schützen müssten.
Eigentlich hätte Burkhalter die Position des Bundesrates zum heiklen Thema heute persönlich in der Fragestunde des Nationalrates vortragen müssen. Doch der Gesundheitsminister hatte Glück. Weil die Zeit nicht mehr reichte, wurde er verschont und so waren auch kritische Nachfragen nicht möglich.
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Burkhalter nimmt Stellung zur Sex-Box. (Keystone)