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Samuel Schmid grift bald wieder ins politsche Geschehen ein – ohne Galle. (Reuters)
Der Bauch-Chirurg Christian Fischer entfernte Schmids Gallenblase im Berner Salemspital per Laparoskopie. Die rund einstündige Operation zwischen 8 und 9 Uhr verlief ohne Komplikationen.
Laut VBS befand sich Schmid nach dem Eingriff in einem guten und stabilen Allgemeinzustand. Er werde das Spital voraussichtlich am Sonntag verlassen und in der ersten Wochenhälfte an die Arbeit zurückkehren. Für eine allfällige Stellvertretung stehe Finanzminister Hans-Rudolf Merz bereit.
Ein Routine-Eingriff
Der 61-jährige Schmid hatte am Mittwoch nach der Bundesratssitzung und dem anschliessenden Mittagessen mit seinen Kolleginnen und Kollegen über kolikartige Bauchschmerzen geklagt. Nach Rücksprache mit seinem Hausarzt liess er sich am Abend von seiner Frau in die Notfallstation des Salemspitals fahren.
Dort erhärtete sich die Diagnose einer akut nekrotisierenden Gallenblasenentzündung. Der Arzt riet zur Entfernung des Organs, was als Routineeingriff gilt und für den Patienten keine bleibenden Nachteile hat. Operiert wurde Schmid am Freitagmorgen mit der laparoskopischen Methode, bei der nur drei kleine Löcher in den Bauch geschnitten werden müssen.
Rüstungsprogramm mit Merz?
Ist er nächste Woche wieder da?
Ob der Erholungsprozess so rasch fortschreitet, dass Schmid bereits am Montag und Dienstag wieder auf dem Posten sein kann, ist offen. Fällt er dann noch aus, muss Finanzminister Merz an der Sitzung der nationalrätlichen Sicherheitskommission als stellvertretender VBS-Vorsteher das Rüstungsprogramm vertreten.
Merz selber hat die Arbeit erst zu Beginn dieser Woche wieder aufgenommen – sechs Wochen nach seinem Herz-Kreislauf-Kollaps und einer Bypass-Operation. Für ihn war Justizministerin Eveline Widmer- Schlumpf eingesprungen. (SDA)