Trotz Connyland-Drama Bundesrat lehnt Importverbot für Delfine ab

  • Publiziert: 01.12.2011, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN - Der Import von Walen und Delfinen soll in der Schweiz nicht verboten werden. Der Bundesrat lehnt diese Forderung von Brigitta Gadient (BDP/GR) ab.

Angesichts der in den letzten Wochen im Delfinarium Connyland verendeten zwei Delfine prüft der Bundesrat, ob die Haltungsregeln verschärft werden sollen. Doch die Forderung von Brigitte Gadient (BDP/GR), den Import von Walen und Delfinen zu verbieten, lehnt er ab.

Wie er in der heute veröffentlichten Motionsantwort schreibt, wurden die Bedingungen, unter welchen Wildtiere wie Delfine in der Schweiz gehalten werden dürfen, stets den neusten Erkenntnissen angepasst und verschärft. Aus Sicht des Bundes genügten diese strengen Regelungen.

Der Bund werde nun aber aufmerksam verfolgen, ob die Untersuchungen zum Tod der zwei Delfine im thurgauischen Lipperswil weiteren Handlungsbedarf nahelegten. In die Schweiz wurden gemäss Angaben des Bundesrats letztmals 1989 und 1992 Grosse Tümmler eingeführt.

Die beiden Delfine «Shadow» († 8) und «Chelmers» (†29) starben im November innert einer Woche. Das rief die Tierschützer auf den Plan. Die zwei deutschen Organisationen, das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal (SDA), brachten die Theorie ins Spiel, ein Medikament könnte Schuld am Tod der Delfine sein. Doch das war nur eine von vielen. Die tatsächliche Todesursache ist nach wie vor ungeklärt. (sda/gtq)

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