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Heute ist der Sammeltag der Glückskette für die Überschwemmungsopfer in Pakistan. Am meisten gibt der Kanton Zürich. Er unterstützt die Betroffenen mit 500000 Franken aus dem Lotteriefonds. Das Geld geht an die Glückskette – diese verteilen es an die acht Organisationen vor Ort.
Die Regierung überweist seinen Spendenbeitrag etappiert. So soll das Geld wirklich im Sinne der Spender eingesetzt werden. Ein Teilbeitrag wird als Wiederaufbauhilfe in einer späteren Phase ausbezahlt.
Bund leiht Pakistan Helikopter
Der Bundesrat bietet Pakistan Schweizer Armee-Helikopter des Typs «Alouette III» an. Das EDA und das VBS klären momentan, wie viele Helikopter in welchem Rahmen in dem Land eingesetzt werden können. Die Schweiz vervollständigt somit ihre Hilfe zugunsten Pakistans.
Auch kleine Kantone spenden
Nach Zürich überweisen noch mehr Kantone Beiträge aus dem Lotteriefonds an Hilfsorganisationen in Pakistan.
Der Kanton Schwyz spendet der Glückskette 50000 Franken für die Opfer der Flutkatastrophe. «Weil der Regierungsrat über die Verwendung des Lotteriefonds entscheidet, können wir schnell handeln und die Soforthilfe unterstützen», sagt Heinz Rauchenstein, Revisor des Finanzdepartements. Bei Umweltkatastrophen spendet Schwyz immer einen Betrag. In Pakistan sei es wichtig, dass die Seuchen bekämpft werden, unter denen besonders die Kinder leiden.
Direkthilfe an das Rote Kreuz
Auch der Kanton Baselland sendet 50`000 Franken aus dem Lotteriefonds nach Pakistan. «Wir unterstützen direkt das Schweizerische Rote Kreuz», sagt Lotteriefonds-Verwalterin Heidi Scholer.
Im Kanton St. Gallen geht das Geld direkt an eine Hilfsorganisation.Die Regierung überweist dem Schweizerischen Komitee für Unicef 60000 Franken aus dem Lotteriefonds. Das Geld wird insbesondere für die Kinder-Opfer der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan eingesetzt.
Auch der Kanton Luzern hilft: 10000 Franken gehen von der Innerschweizer Regierung an die Überschwemmungsopfer in Pakistan.
Eine Million!
Die Reformierte Landeskirche Aargau unterstützt die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan mit 20000 Franken. Das Geld wird dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) überwiesen, das in Pakistan zusammen mit Partnerorganisationen vor Ort im Einsatz ist.
In Pakistan leiste das HEKS Soforthilfe mit einer halben Million Franken für die betroffenen Menschen. Gemeinsam mit seiner Partnerorganisation sei das HEKS seit fünf Jahren in Pakistan tätig und könne nun schnell vor Ort aktiv werden.
Solidarisch zeigt sich auch das Automobilhandelsunternehmen AMAG. Es unterstützt die Sammelaktion der Glückskette am nationalen Sammeltag mit einer Spende von einer Million Franken.
Kinder leiden besonders
Seit Mitte Juli verursacht der übermässige Monsun-Regen im ganzen Land die schlimmsten Überschwemmungen seit 80 Jahren. Die sintflutartigen Regenfälle haben verheerende Folgen für die Bevölkerung, Landwirtschaft und Infrastruktur.
Das Schweizerische Komitee für Unicef schätzt, dass insbesondere sechs Millionen Kinder von der Jahrhundertflut betroffen sind. Diese sind besonders bedroht von Durchfall und Cholera. Unicef bringt Hilfsgüter wie sauberes Wasser, Nahrung, Medikamente, Impfstoffe und Kleidung ins Katastrophengebiet und räumt der Prävention von Epidemien höchste Priorität ein.