Arbeitslose: Leuthard ist bereit für Lohnverzicht
Bundesrätin Doris Leuthard korrigiert die Wirtschaftsprognosen weiter nach unten. Und sie ist sogar bereit, freiwillig auf zehn Prozent ihres Lohnes zu verzichten - zugunsten von Arbeitlosen.
Aktualisiert um 08:39 | 08.06.2009
Angesprochen auf die Salärreduktion beim Kader des Industriekonzerns Georg Fischer sagte Leuthard, dass sich jede Firma in einer solchen Situation überlegen sollte, wo überall noch Einsparungen möglich sind.
Sie selber wäre persönlich bereit für eine freiwillige Lohnreduktion zugunsten von Arbeitslosen. Auf die Frage auf wie viel sie verzichten würde, sagte Leuthard: «Wenn das zehn Prozent sind, warum nicht.» Bei einem Bundesratssalär von 400 000 Franken wären dies rund 40 000 Franken.
Prognosen noch schlechter
Laut Leuthard fallen die neusten Prognosen für die Arbeitslosenzahlen, die am 17. Juni veröffentlicht werden, noch schlechter aus als bisher erwartet. Deutschland als wichtigster Handelspartner habe seine Prognose auch noch einmal nach unten korrigiert. «Wir werden 200 000er-Grenze wohl überschreiten. Leider.», meinte Leuthard.
Eine systematische Kreditklemme bestehe in der Schweiz nicht, sagte Leuthard zur Forderung nach einem Überbrückungsfonds für die Exportindustrie. Im Einzelfall könne es aufgrund der gestiegenen Risiken zu Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung kommen.
Eine Sorge des Bundesrates bei der dritte Phase der Krisenbewältigung seien die steigenden Gebühren und Zwangsabgaben Dazu gehörten auch die Krankenkassenprämien. Deshalb appelliere der Bundesrat ans Parlament, die vielen hängigen Vorlagen, die sich kostensenkend auswirken, endlich zu behandeln.
«Sackschwache Beratung»
Auch der frühere SP-Nationalrat und Preisüberwacher Rudolf Strahm meldet sich in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» zur Krisenbewältigung des Bundesrates zu Wort. Bundesrätin Leuthard sei gewillt, die Dinge nicht einfach schlittern zu lassen, attestiert Strahm der Volkswirtschaftsministerin.
Intern hätte sie mehrmals auf Massnahmen gedrängt. Leider habe Leuthard eine «sackschwache ökonomische Beratung». Wegen dieser habe sie sich auch so verrannt, als sie noch im September 2008 sagte, es gebe keine Anzeichen für eine Rezession. (sda/lec)
Sie selber wäre persönlich bereit für eine freiwillige Lohnreduktion zugunsten von Arbeitslosen. Auf die Frage auf wie viel sie verzichten würde, sagte Leuthard: «Wenn das zehn Prozent sind, warum nicht.» Bei einem Bundesratssalär von 400 000 Franken wären dies rund 40 000 Franken.
Prognosen noch schlechter
Laut Leuthard fallen die neusten Prognosen für die Arbeitslosenzahlen, die am 17. Juni veröffentlicht werden, noch schlechter aus als bisher erwartet. Deutschland als wichtigster Handelspartner habe seine Prognose auch noch einmal nach unten korrigiert. «Wir werden 200 000er-Grenze wohl überschreiten. Leider.», meinte Leuthard.
Eine systematische Kreditklemme bestehe in der Schweiz nicht, sagte Leuthard zur Forderung nach einem Überbrückungsfonds für die Exportindustrie. Im Einzelfall könne es aufgrund der gestiegenen Risiken zu Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung kommen.
Eine Sorge des Bundesrates bei der dritte Phase der Krisenbewältigung seien die steigenden Gebühren und Zwangsabgaben Dazu gehörten auch die Krankenkassenprämien. Deshalb appelliere der Bundesrat ans Parlament, die vielen hängigen Vorlagen, die sich kostensenkend auswirken, endlich zu behandeln.
«Sackschwache Beratung»
Auch der frühere SP-Nationalrat und Preisüberwacher Rudolf Strahm meldet sich in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» zur Krisenbewältigung des Bundesrates zu Wort. Bundesrätin Leuthard sei gewillt, die Dinge nicht einfach schlittern zu lassen, attestiert Strahm der Volkswirtschaftsministerin.
Intern hätte sie mehrmals auf Massnahmen gedrängt. Leider habe Leuthard eine «sackschwache ökonomische Beratung». Wegen dieser habe sie sich auch so verrannt, als sie noch im September 2008 sagte, es gebe keine Anzeichen für eine Rezession. (sda/lec)
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Fast-Feedback
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Das sagen Blick.ch-Leser
- Sonja L., Bern - 16:15 | 08.06.2009
- » Frau Leuthard geht mit gutem Beispiel voran und wer da mitziehen müsste,sind die Grossverdiener,nicht wir Normalbürger.Aber wieder mal ist es eine Frau die Solidarität zeigt!! Wo sind die Manager-Männer?????Frau BR Leuthard hat meine Hochachtung wenn sie dies wirklich ausführt!!!!
- R. G., Thurgau - 11:44 | 08.06.2009
- » Verzichten Sie ganz auf unsere Steuergelder, für so eine schwache Leistung, brauchen sie kein Lohn, schämen Sie sich.
- Alois Leimgruber, Villmergen - 11:42 | 08.06.2009
- » Frau Leuthard sie könnten auch auf den ganzen Lohn verzichten,weil ihre NK und Ausgaben sowieso über Spesen bezahlt werden. Spenden könnte ich ihnen nichts,weil ich sowieso kein Einkommen habe!
- Marco Christen, St.Gallen - 11:03 | 08.06.2009
- » Das ist ja ein Witz oder? Sie verzichtet auf 40'000 Fr. und meint damit Arbeitslosen zu helfen? 40'000 ist ein Affront gegenüber dem Volk. Das ist nichts weiter als ein Tropfen auf einen heissen Stein.
- Pietro Secreto, Zofingen - 10:20 | 08.06.2009
- » Bei dem Lohn wo die gute Frau hat ist es auch kein Problem auf 10 Prozent zu verzichten
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