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Am Montag treffen sich Vertreter des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) mit den Krankenkassenvertretern von Santésuisse und den Delegierten der PharmaLobby. Auf der Traktandenliste steht nur ein Punkt: Welchen Beitrag zur Kostendämpfung leisten Medikamentenhersteller und -verkäufer?
Im letzten Jahr sind die direkten Medikamentenkosten um 4,1 Prozent gestiegen – stärker als die gesamten Gesundheitskosten. Am Donnerstag hat Preisüberwacher Stefan Meierhans klargemacht, dass für ihn bei den Medikamentenpreisen über 800 Millionen Franken «Luft» drin sind. Auch die überparteiliche Gruppe um FDP-Nationalrat Otto Ineichen kommt zum selben Schluss.
Natürlich sieht das die Industrie anders. Thomas Cueni vom Branchenverband Interpharma bietet Sparmassnahmen an, welche die Medi-Kosten nächstes Jahr um 170 bis 250 Millionen Franken senken sollen (im BLICK).
Die intensive Lobby-Arbeit scheint sich für die Pharmaindustrie auszuzahlen. Denn das BAG will bei den Medikamentenkosten nur rund 300 Millionen Franken einsparen, davon bloss etwas mehr als 200 Millionen bei den Herstellern, den Rest bei den Margen von Apothekern und Ärzten, die selbst Medikamente abgeben. Das geht aus einer Zusammenstellung hervor, die BLICK vorliegt.
Konsumentenschützerin und SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga ist empört: «Wenn diese Zahlen stimmen, kassiert die Pharma auch nächstes Jahr eine halbe Milliarde Franken zu viel auf Kosten der Prämienzahler.» Sie hofft weiterhin, dass die Krankenkassenvertreter dem Pharma-Druck am Montag nicht nachgeben. Eine Hoffnung, die auch die Prämienzahler teilen. Denn das geplante 500-Millionen-Geschenk des BAG an die Medi-Lobby entspricht 2,5 Prämienprozenten.