Bund schickt Tester in Tram, Bahn und Bus: Jetzt kommt die Qualitäts-Polizei

BERN - Die Schweiz gilt als sauberes Land. Pendler wissen aber, dass dies nicht immer zutrifft. Nun schickt der Bund ÖV-Tester auf die Pirsch.

Leider kann man die Fahrt nicht immer in vollen Zügen geniessen. play

Leider kann man die Fahrt nicht immer in vollen Zügen geniessen.

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Nebst Restaurant-Testern gibt es künftig auch ÖV-Tester: Ab April nehmen geschulte Testkunden den regionalen Personenverkehr unter die Lupe. Sie überprüfen im Auftrag des Bundes, wie es in Trams, Zügen und Bussen um Sauberkeit, Sicherheit und Kundenfreundlichkeit steht.

Die Testpersonen sind Teil eines neuen Systems zur Qualitätskontrolle, das vom Bundesamt für Verkehr (BAV) aufgegleist wird. Die Pilotphase sei bereits erfolgreich über die Bühne gegangen, teilte das BAV am Dienstag mit. Mit dem Messsystem werden wichtige Qualitätsmerkmale des regionalen Personenverkehrs geprüft.

«Die Testkunden melden sich nicht im Voraus»

Die Qualitätstester haben die Aufgabe, die Funktionsfähigkeit, die Sauberkeit und den Zustand von Einrichtungen in Zügen und Bussen sowie an Haltestellen zu bewerten. Sie prüfen ausserdem, ob die Reisenden vollständig, korrekt und verständlich informiert werden.

«Die Testkunden melden sich nicht im Voraus», sagte eine BAV-Sprecherin auf Anfrage. Die Transportunternehmen wüssten nicht, ob jemand komme, wo oder wann - «wie bei Testkunden in Restaurants». Ausgestattet sind sie mit einem mobilen Erfassungsgerät und einer Legitimationskarte.

Im Einsatz sind sie ab April in den Kantonen Bern, Freiburg, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Thurgau und den beiden Appenzell. Die weiteren Kantone sollen bis Juli in das Qualitätsmesssystem eingebunden werden.

Gleichzeitig wird schweizweit gestaffelt eine einheitliche Pünktlichkeitsmessung eingeführt. Hier erfassen und liefern die Transportunternehmen die Daten selber.

Die gesammelten Daten werden zentral in einer Datenbank aufbereitet. Der Bund, die Kantone und die Transportunternehmen haben anschliessend Zugriff auf die Daten, die sie betreffen.

Das Qualitätsmesssystem dient als Kontrollinstrument für Bund und Kantone, welche den Regionalverkehr bestellen und mit jährlich rund 1,8 Milliarden Franken mitfinanzieren. Es soll gewährleisten, dass die Transportunternehmen dauerhaft Mindeststandards in den Bereichen Kundenfreundlichkeit und Effizienz einhalten.

Zudem ermögliche es den Transportunternehmen, ihre Leistungen zu überprüfen und sich mit ihren Konkurrenten zu messen, schreibt das BAV. (SDA)

Publiziert am 23.02.2016 | Aktualisiert am 04.03.2016
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8 Kommentare
  • Michi  TheTaz , via Facebook 24.02.2016
    wir haben einen sensationellen öv,das alles ist jammern auf hohem Niveau!
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 23.02.2016
    Heute im 30ger Bus vom Bad. Bahnhof Zeit ca 11.00h erlebt. Ein Besoffener lag hinten im Bus, um ihn herum Zigarettenstummel, Essensreste, Trinkgefäss. Wunderte mich, dass dies der Chauffeur nicht sah?
  • Ruth  Müller , via Facebook 23.02.2016
    ...meiner meinung nach eine aufgabe der ÖV-betriebe selber...aber dann müssten die eigene leute schicken, und die kosten selber tragen...so bezahlts der steuerzahler...clevere burschen sind da in den ÖV-teppich-etagen!!
  • H.   Heller aus Zürich
    23.02.2016
    Die Tester werden ihr blaues Wunder erleben. Bin gespannt, ob dann Massnahmen ergriffen werden. Wenn ich Zug fahren muss, trinke ich mindestens eine Stunde vorher nichts mehr und esse auch nichts, damit ich ja nicht auf diese unappetitlichen Klos muss. Auch deshalb fahre ich lieber mit meinem Auto.
  • marcel  kohli 23.02.2016
    besser wäre grenzpolizei.!!!
    ich glaube es ist wichtiger als solchen........