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Die Zürcher CVP-Nationalrätin Kathy Riklin ist baff: «Katzen darf man abschiessen? Das ist ja absurd!», sagt sie. «Ein völlig mittelalterliches Gesetz. Revisionsbedürftig – gelinde gesagt.»
Ihr Innerrhoder Fraktions- und Ratskollege Arthur Loepfe findet vor allem unsinnig, dass Katzen ab 400 Meter weg vom nächsten Haus oder 50 Meter im Wald vogelfrei sind. «Man kann das doch nicht mit dem Massstab lösen», ärgert sich Loepfe. Prinzipiell verbieten will er den Katzen-Abschuss nicht. «Aber man muss von Fall zu Fall entscheiden, falls wirklich eine Katze zur Gefahr wird.»
Gibts diese Gefahr überhaupt? «Im Wald sicher nicht. Dort kann eine Katze kaum je die Population von Tierarten bedrohen», sagt Peter Schlup von der Fachstelle Wildtiere des Schweizer Tierschutzes. «Arten, die tatsächlich unter Katzenjagd leiden, sind etwa Reptilien.» Doch das ausgerechnet bei Siedlungen – und nicht mitten im Wald.
Ausserdem: Hat sich dann doch einmal eine Katze auf seltene kleine Tiere spezialisiert, sei das Sache des Wildhüters, findet Schlup: «Es soll nicht einfach jeder mit Jagdschein Katzen schiessen dürfen.»
Jagdgesetze sind Kantonssache. Aber SP-Nationalrätin Evi Allemann möchte eine einheitliche Regelung: «Das Abschiessen sollte schweizweit gestoppt werden.» Einen ersten Schritt tut sie selber: «Hier in Bern wird gerade das Jagdgesetz revidiert.» Zuständig ist Parteikollege und Regierungsrat Andreas Rickenbacher – den werde sie auf das Schicksal der Katzen ansprechen.