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Bekannt ist schon länger, dass die Post derzeit rund 500 Poststellen überprüft. Diese würden mutmasslich geschlossen oder seien bereits geschlossen worden, schreibt die Gewerkschaft Kommunikation in einer Medienmitteilung. Jene 300, die nicht ans elektronische Netz der Post angebunden sind, sind gemäss der Liste «akut gefährdet».
Die Post dementiert: Die EDV sei nicht entscheidend, sagte Post-Sprecherin Nathalie Salamin auf Anfrage. Poststellen würden nach der Menge der Briefe und Pakete beurteilt. Ein Kriterium bei einer Schliessung sei auch, ob die nächste Poststelle zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in 15 bis 20 Minuten erreicht werden könnte.
Die Liste der Gewerkschaft habe nichts mit der Realität zu tun, sagte Salamin. Aufgrund welcher Kriterien die Gewerkschaft Kommunikation bis zu 1150 Poststellen als «mutmasslich gefährdet» beurteilt, kann auch deren Vizepräsident Fritz Gurtner nicht im Detail belegen.
Die Grösse des Einzugsgebiets sei berücksichtigt worden, sagte er auf Anfrage. Poststellen in kleinen und mittleren Gemeinden müssten als gefährdet gelten. «Genauere Kriterien hätten einen zu grossen Aufwand bedeutet, den haben wir uns erspart», sagte Gurtner.
Gleichzeitig kritisiert er die Post scharf: «Wenn sie eine offene Kommunikation führen würde, könnte sie sagen, welche Poststellen überprüft werden.» Das Poststellennetz ist seit Jahren im Um- und Abbau.(SDA/snx)