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Geld stinkt eben doch! Zumindest wenn es um Abfall geht. Denn Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) importieren schon jetzt Abfall aus dem Ausland. Jeder 10. Abfallsack in Schweizer Öfen wird eingeführt.
Und jetzt verhandelt ein Verband von 14 KVA mit Neapel, sagte Pierre Ammann, Präsident des Verbandes Schweizerischer Abfallbehandlungsanlagen. Dort liegt das Geld, sprich der Müll, seit Wochen buchstäblich auf der Strasse. Geschätzte 110000 Tonnen! Bei einem Preis von bis zu 180 Franken pro Tonne ein gutes Geschäft.
Bevor der Kehricht importiert werden kann, müssen die Standortkantone und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ihre Zustimmung erteilen. Da der Druck in Neapel gross sei, würden die Verhandlungen vorangetrieben, sagte Ammann. Laufe alles nach Plan, könnte der italienische Müll bereits im Februar in unseren Öfen brennen.
Transport mit dem Zug
Aus ökologischer Sicht wäre die Verbrennung des Mülls in der Schweiz laut Pierre Ammann sinnvoll. Bei der offenen Verbrennung in Neapel werde 1000 mal mehr Dioxin freigesetzt als bei der Verbrennung in einer Schweizer Anlage.
Auch die CO2-Bilanz wäre gemäss Ammann positiv, insbesondere weil der Müll mit dem Zug transportiert würde. «Der Abfall aus Neapel würde die Umweltbelastung in der Schweiz praktisch nicht erhöhen», sagte Ammann. (SDA/zum)
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Wütende Bewohner steckten den Abfall an. Und puffen dadurch Schadstoffe ungefiltert in die Luft. (Keystone)