ZÜRICH – Dies sagt die UN-Chefanklägerin Carla del Ponte. Das Angebot lehnt sie ab, hätte aber gegen einen Botschafterposten nichts einzuwenden.Bereits im Frühling 2006 hat Del Ponte von
Bundesrat Christoph Blocher das Angebot erhalten, als Expertin auf dem Gebiet der organisierten
Kriminalität nach
Bern zurückzukehren. Laut einem Interview mit dem «SonntagsBlick» habe sie das Angebot aber abgelehnt.Brisant sind in diesem Zusammenhang zwei Aspekte: Die Aussage stammt aus jener Zeit, als im Frühling 2006 Bundesanwalt Valentin Roschacher noch im Amt war. Roschacher gab erst am 5. Juli 2006 seinen Rücktritt auf Ende 2006 bekannt. Vorangegangen war eine heftige Kontroverse über die Amtsführung Roschachers sowie eine von Blocher zusammen mit dem Bundesstrafgericht angeordnete ausserordentliche Überprüfung der
Bundesanwaltschaft. Bekannt ist ausserdem, dass Blocher die hohen Sicherheitskosten für das UN-Mandat Del Pontes ein Dorn im Auge waren. Del Ponte sagte dazu in dem Interview, sie habe Blocher damals besucht und er habe verstanden, dass ihre Arbeit wichtig sei.Auf die Indiskretionen angesprochen, wonach der Bundesrat Del Ponte nach Ablauf ihres Mandats in Den Haag zur Schweizer Botschafterin in Argentinien ernannt hat, sagte die 60-jährige Tessinerin, sie könne dazu noch nichts sagen. Sie würde sich aber freuen, wenn der Bund ihr einen Posten als Botschafterin geben würde. (AP/mky)