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Im Nachgang zur Affäre Blocher-Roschacher kündigt der frühere Bundesrat Christoph Blocher eine zivilrechtliche Klage und eine Strafklage an. Im Visier hat er GPK-Subkommissionspräsidentin Meier-Schatz, weitere GPK-Mitglieder und die Bundesanwaltschaft.
Am 5. September werde er in Bern eine Medienkonferenz abhalten, kündigte Blocher heute auf «teleblocher» an. An dem Tag jähre sich der «unglaubliche Versuch der Geschäftsprüfungskommission und der Bundesanwaltschaft, im Zusammenspiel mit dem Bundesrat dem Justizminister eine Verschwörung gegen den Bundesanwalt anzudichten».
Es sei von Anfang an ein Komplott gewesen, um ihn, Blocher, aus dem Bundesrat zu entfernen. «Heute weiss man, dass alles nicht wahr ist.» Nun werde er deswegen eine zivilrechtliche Klage wegen Persönlichkeitsverletzung einreichen.
Gegen «treibende Kräfte»
Diese werde sich gegen Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz (CVP/SG) als Präsidentin der GPK-Subkommission und den GPK- Präsidenten Jean-Paul Glasson (FDP/FR) richten.
Andere «treibende Kräfte» in der GPK, die Nationalräte André Daguet (SP/BE) und Hugo Fasel (CSP/FR), seien auch betroffen, ebenfalls die beiden damaligen stellvertretenden Bundesanwälte Michel-André Fels und Claude Nicati.
Nationalrat Christoph Mörgeli (SVP/ZH) werde zudem in der Angelegenheit eine Strafklage einreichen, kündigte Blocher weiter an. Bei welchen Instanzen die Klagen eingereicht werden sollen, liess er offen.
Es stelle sich allerdings die Frage, ob wegen der Strafklage die Immunität der Betroffenen aufgehoben werde und ob die zivilrechtliche Klage überhaupt zugelassen werde, sagte Blocher.
Wird er bei «Like a Virgin» mitträllern?
Heute Abend allerdings tritt der Rachefeldzug des SVP-Tribuns in den Hintergrund. Er gehört zu den 73000 Zuschauern, die ans Madonna-Konzert auf dem Militärflugplatz Dübendorf pilgern werden.
Besonders grosse Lust scheint Blocher auf Madonnas Pop-Show nicht zu haben. Er werde seine Gattin Silvia begleiten, antwortete Blocher auf Matthias Ackerets «Frage, die die Nation bewegt» in seiner Sendung «Teleblocher».
Es sei zwar nicht seine bevorzugte Musik – er möge lieber Klassik – aber er komme auch «aus Repekt und Anerkennung vor dem Organisator, der es geschafft habe, so einen Grossanlass zu veranstalten». (SDA/hhs)
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So insbrünstig wie bei der Nationalhymne am 1. August wird Blocher heute Abend bei Madonna wohl nicht mitsingen. (Keystone)