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Peter Spuhler sieht die Zeit von Christoph Blocher als SVP-Übervater allmählich zu Ende gehen. (Keystone)
«Ich wünsche ihm, dass er den Zeitpunkt nicht verpasst, sich zurückzuziehen. Sonst kann er zur Hypothek für die Partei werden.» Starke Worte von SVP-Nationalrat Peter Spuhler. Geäussert im Interview des Zürcher «Tages-Anzeigers» mit alt Bundesrat Christoph Blocher.
«Soll Christoph Blocher sich aus der Politik zurückziehen?» Das wollte Blick.ch denn auch von den Lesern wissen. Und das Verdikt ist eindeutig: 76 Prozent der User stimmen im Voting zu. Blocher soll nicht mehr politisieren! 24 Prozent finden, dass Christoph Blocher nicht so leicht zu ersetzen ist.
In unserem Fast-Feedback begründeten die Leser dann ihre Positionen.
«Weitsicht und Vernunft»
Viele lobende Worte gibts für Peter Spuhler: «Herr Spuhler beweist einmal mehr, dass er als einziger im ‹Zürcher Chlüngel› (als Thurgauer) Weitsicht und Vernunft besitzt. Er könnte die Partei weiterbringen», schreibt Herr K. aus Zürich.
«Zusammen mit Blocher sollte auch die ganze Führungsclique der SVP Schweiz zurücktreten. Mit dem Theater, das sie in letzter Zeit veranstalten, werden sie der SVP mittel- und langfristig massiven Schaden zufügen», meint Fred Teller aus Büren an der Aare.
«Ich bin absolut einverstanden mit Peter Spuhler. Blocher hat seinen Zenit überschritten», drückt es HP. Bossert aus Meilen aus.
Urs J., Wädenswil ZH, schreibt:
«Sag ich ja schon lange: Blocher ist drauf und dran, zusammen mit seinen Anhängern unterzugehen. Vielleicht kommt bald die Chance für die Schweiz, wieder das liberale Erfolgsmodell, das unser Land erfolgreich und stark gemacht hat, als Massstab zu nehmen und das national-konservative Führergetümel zu begraben.»
Stocker, Dürnten, meint.
«Christoph Blocher soll bleiben und weiter machen wie bisher. Dann wird sich das Thema SVP von selbst lösen und wir brauchen uns über den Blöd- und Unsinn dieser Partei nicht mehr aufzuregen.»
Wir brauchen die SVP, aber nicht Blocher
Fritz Frey aus Basel fragt sich,
«warum Blocher nicht aufhört, seine sture Linie durchzusetzen. Dass es jetzt langsam auch massgebende Leute in der SVP merken, dass dies nicht so weiter gehen kann, ist also nicht erstaunlich. Wer z.B. die letzte Sendung auf ‹teleblocher.ch› analysiert, kommt zum Schluss, dass der Mann wirklich am Ende seines Lateins angelangt ist. Also, wir brauchen die SVP, aber wir brauchen Blocher, Maurer und Mörgeli nicht.»
Edmond, Miederhasli:
«Herr Blocher, es wird langsam Zeit sich zurückzuziehen, denn Sie vertreten eine Politik wie sie vor 65 Jahren in Europa betrieben wurde und dass wollen wir in der Schweiz nicht. Sie und die SVP sind schlechte Verlierer, akzeptieren Sie Ihre Niederlage vom 12. Dez. 07 und verschonen Sie uns vom ewigen Gejammer das Sie das für das wohl des Schweizervolkes tun. Uns Schweizern geht es so gut wie schon lange nicht mehr und das ist sicher nicht der Verdienst der SVP. »
«Bester Politiker» – aber
«Eine Partei, die sich so stark von einer Führungsfigur leiten liess, wird mit Sicherheit eines schönen Tages vor der Bedeutungslosigkeit stehen», sagt Fredy Boos aus Wetzikon. «Noch hat die SVP Zeit Christoph Blocher und seine Linientreue Hardliner-Crew aus der Führerkabine zu nehmen.»
Kritische Stimmen kommen sogar von Blocher-Anhängern: «Blocher ist einer der besten Politiker in unserem Land. Aber was im Moment mit der SVP passiert, ist nicht gut. Ich bin ein Blocher-Fan, aber trotzdem stimme ich Herr Spuhler zu, denn es geht um das Wohl der SVP.»
Aber auch die unerschütterlichen Fans des alt Bundesrats melden sich zu Wort: «Blocher ist und bleibt der beste Politiker – auch wenn nicht immer alles gut ist, was er macht», findet Martin aus Zürich. Hans Fiechter aus Langenthal geht noch weiter: «Lasst doch endlich Christoph Blocher in Ruhe. Er hat viel gebracht und bewegt.» (spj/snx)