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Endlich! Am nächsten Freitag, am letzten Arbeitstag von Gesundheitsminister Pascal Couchepin, gibts zwar noch keinen neuen Impfstoff gegen die Schweinegrippe – aber eins gibt es: Klarheit.
Dann wollen das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Heilmittelinstitut Swissmedic bekannt geben, ob und welche Impfstoffe zugelassen sind. Wann die Impfungen beginnen können. Wie sie vonstatten gehen.
Wer aber entscheidet, wer welchen Impfstoff bekommt? Das steht schon fest: Zuerst die Behörden – und dann der Arzt.
Immer wieder wurde der Impftermin verschoben. Kein Wunder, dass sich inzwischen immer weniger Menschen impfen lassen wollen. «Vielleicht liegt es auch daran, dass viel weniger Menschen an der Schweinegrippe erkranken als erwartet», vermutet Marco Rossi, Infektiologe und Spitalhygieniker vom Kantonsspital Luzern.
Trotzdem sorgen sich jene, die zu den Grippe-Risikogruppen gehören: Schwangere, kleine Kinder, Asthmatiker oder Menschen mit Immunschwäche. «Ihnen empfehle ich die Impfung zum eigenen Schutz», sagt Rossi.
Ärzte und Spitalpersonal lassen sich vor allem impfen zum Schutz ihrer Patienten. Und jeder zusätzliche Geimpfte macht es dem Virus schwerer, sich zu verbreiten.
Doch wann geht es nun los?
«Falls, wie angenommen, die geprüften Impfstoffe freigegeben werden, dann werden Sie sich nicht vor Ende nächster Woche impfen lassen können», vermutet Rossi. Das heisst: Den frühesten Arzttermin können Sie auf Donnerstag oder Freitag nächster Woche buchen.
Die grosse Angst vieler Menschen: Dass sie oder ihre Ärzte dann die Qual der Wahl haben.
Denn vielleicht sind es am Ende gar drei Impfstoffe. Swissmedic prüfte in den letzten Wochen ein Produkt von Novartis namens Focetria und eines von GlaxoSmithKline namens Pandemrix. Die Prüfung eines weiteren Novartis-Stoffs namens Celtura ist vorerst verschoben, weil in den Proben Verunreinigungen gefunden wurden.
Damit nicht genug. Focetria und Pandemrix sind mit Impfverstärkern ausgestattet. Das sind mit Mineralsalzen versetzte Öl-Wasser-Gemische, dank derer weniger Impfkörper benötigt werden. Denn sie kitzeln das Immunsystem aus der Reserve.
Nachteil der Verstärker: Die Einstichstelle schmerzt mehr, und manche Geimpfte kriegen leichte Temperatur und Gliederschmerzen. «In ihrer Wirkung unterscheiden sich pure und verstärkte Impfstoffe aber nicht», sagt Rossi. Der Nachteil von Pandemrix: Über den Impfverstärker AS03 gibt es weniger Daten als über seinen «Konkurrenten» MF59 von Novartis. Da wird
das Bewilligungsverfahren wohl weiterlaufen.