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Nicht überall kostet das Schnipo 56 Franken. (sda)
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Sorgte mit seinen Aussagen für Zündstoff: Ueli Bleiker. (Keystone)
Der BDP-Grossrat Ueli Bleiker sagte letzte Woche vor dem Kantonsparlament Graubünden in einer Rede: «56 Franken für ein Schnitzel mit Pommes oder eine vorgeschriebene Minimalkonsumation von 75 Franken» in einer Bergbeiz seien keine Beispiele für eine vernünftige Preispolitik.
Bei vielen Blick.ch-Lesern hielt er damit den Finger in eine Wunde. Durch die hitzige Diskussion sah sich Ueli Bleiker genötigt, eine Stellungnahme zu veröffentlichen. Der Standespräsident, der zurzeit im Ausland weilt, schreibt: «Ziel meiner Äusserungen war es, die Öffentlichkeit in dieser nicht einfachen Zeit für den Tourismus zu sensibilisieren.»
Er schreibt: «Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich in keiner Weise ein negatives Bild vom Tourismus in Graubünden gemalt habe.» Es gebe aber einzelne schlechte Beispiele, die nicht Schule machen dürften. Bleiker meint besänftigend: «Für mich steht in keiner Weise in Frage, dass Graubünden über ein hervorragendes Angebot für den Gast sowohl im Winter als auch im Sommer verfügt.»
«Ferien im Tirol!»
Bei Blick.ch-Lesern sorgte die Diskussion für geteilte Lager. Angela Christen schreibt: «Deshalb fahren wir in ein kleines aber feines Skigebiet im Schwarzwald – wirklich gutes Schnipo für um die 10 Euro, günstige Skilift-Preise und erst noch viele nette Leute, Sonne und viel Schnee!»
Oder Thomas Jauslin aus Riehen, der seine Ferien im Tirol verbringt. Sein Argument: «Dort zahlte ich im Sommer in einem Bergrestaurant 5 Euro für eine Currywurst mit Pommes!»
Auch wenn das Ausland beim Eurokurs derzeit besser dasteht – nicht immer geht die Rechnung auf. Zumindest nicht für Aldo Jöri, der schreibt: «Ich bin viel in Österreich zum Skifahren. Die Tageskarten kosten in den Top Skigebieten soviel wie bei uns in der Schweiz. Das Essen ist meist günstiger, aber nicht besser.»
Die Gastrobetriebe zahlen hierzulande im Einkauf mehr fürs Fleisch, was sich schliesslich auch auf die Preise für den Endkunden auswirkt. Einige Leser zeigen dafür Verständnis. Paul Brändle sagt: Weiss eigentlich jemand wieviel andere Fixkosten bei einem solchen Betrieb bezahlt werden müssen? Wer all das nicht bezahlen möchte, muss halt beim Grossverteiler die Cola-Flasche für 2.30 Franken holen und zu Hause trinken…»
«Für mich sind die Preise ok!»
Für Franz Steiger sind die Preise schlicht und einfach eine Frechheit: «Bei 56 Franken für Schnipo hört der Spass auf und zwar nicht nur in der Bergbeiz, sondern auch im 5-Sterne-Hotel!»
Für Anneliese Hofer hingegen gibts nichts zu beanstanden: «Für mich sind die Preise ok. Auch ich will gut verdienen. Übrigens sind die Preise ja angeschrieben, dadurch wähle ich damit das passende Lokal aus.»
«Selber Sandwiches mitnehmen»
Wer nicht will, der muss nicht. So die Devise der Leser, die nicht die Wirte strafen möchten. Roger Montani versucht, die Wogen zu glätten: «Keine Panik. Ich esse schon lange am Mittag in den Bergen, wenn die Preise nicht ok sind, ein Sandwich und ein Mineral.»
Ins gleiche Horn stösst Paul Friedli: «Die Einen bezahlen das und die Anderen machen es wie ich. Sie kaufen Brot, Wurst und Getränk und sitzen irgendwo in die Sonne. Alle sind glücklich.» (num)
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