Bis morgen gibts 70 cm: Nach dem Sturm kam der Blitz-Schnee

BERN - Ex-Hurrikan Gonzalo brachte nicht nur heftige Winde, sondern auch Kälte und Schnee. Bis morgen rechnen die Meteorologen mit bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Die Temperaturen fielen in der Nacht um rund 10 Grad.

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Herbstfelder wurden über Nacht zu Winterlandschaften. Innert weniger Stunden sank die Schneefallgrenze von 2700 auf 700 Meter. «Der Temperatursturz betrug in den Bergen 10 Grad oder mehr», sagt Reto Vögeli von MeteoNews.

Massiver Wetterumschwung

«Wer sich in der Höhe gegen sieben Uhr zum Znacht hinsetzte, hatte beim Tellerabräumen vermutlich schon Schnee vor dem Fenster.» Und zwar ordentlich: «So viel, dass die Landschaft gut bedeckt war.»

Verantwortlich für die weisse Pracht ist Ex-Hurrikan Gonzalo. Wegen ihm drehte der Wind auf Nord. Gonzalo brachte die Kälte, den Wind den Regen und den Schnee. «Weil es vorher aussergewöhnlich warm war, spüren wir den Umschwung jetzt in voller Härte», sagt Vögeli. «Plötzlich ist es unterdurchschnittlich kalt.»

Mehrere Alpenpässe sind gesperrt

Bis morgen Nachmittag rechnet der Meteorologe mit bis zu 70 Zentimeter Neuschnee oberhalb von 1500 Metern. Besonders weiss werde und bleibe es zwischen dem Berner Oberland und Nordbünden. «Vor allem in Richtung Osten schneit es weiter.» Über 2000 Meter bleibe der Schnee auch liegen. «Vielleicht sogar bis zum Start der Wintersaison.»

Zahlreiche Alpenpässe sind bis auf weiteres gesperrt. Darunter der San Bernardino- und der Gotthardpass.

Minus 16 Grad auf dem Jungfraujoch

«Das Flachland wurde vom Schnee bislang verschont», sagt Vögeli. Im Westen erwartet MeteoNews bereits für morgen eine Wetterbesserung. «Heute ist eigentlich der schlechteste Tag. Bei der Kälte sind wir auf dem Tiefpunkt – mit fünf bis neun Grad im Flachland.» Auf dem Jungfraujoch seien gar minus 16 Grad gemessen worden!

Weil die Nacht klar war, gab es keine typischen Kältelöcher. «Momentan gilt: Je höher desto kälter.»

Es wird besser

«Das schlimmste haben wir aber überstanden. Der Sturm flaut ab. Morgen bläst nur noch eine mässige Bise», sagt Vögeli. «Bis zum Wochenende steigen die Temperaturen wieder um rund 10 Grad an.»

Und was macht Gonzalo? Der verlässt das Land in Richtung Südosten. Von einer Griechenland-Reise oder Ferien in der Balkanregion raten die Meteorologen in der nächsten Woche ab. (mad) 

Publiziert am 22.10.2014 | Aktualisiert am 22.10.2014
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11 Kommentare
  • Peter  Kaufmann aus Oftringen
    23.10.2014
    Wie viele Leute werden wieder überrascht, die nur ihre Arbeit im Kopf haben, aber gar nichts vom Wetterbericht mit bekommen. Ja das sind diese wo immer um die selbe Zeit am Arbeitsplatz erscheinen wollen auch wenn es schneit und diese in einen Unfall verwickelt werden.
  • Peter  Hänsenberger 22.10.2014
    Was grün noch gestern, Glitzert heute weiss durch das Fenster. Wind pfeift um die Ecken, die Schneeflocken wirbeln überall, sie fallen ganz leise auf die Erde. Kein Herbst wie der andere, kein Winter wie der andere, schaut in der Ferne da warten die nächsten Sonnenstrahlen, schon auf die fröhlichen Gesicht.
  • karin  furter aus zürich
    22.10.2014
    Den Schnee brauchen wir nicht,der Winter beginnt am 21.12.2014 vorher braucht der nicht zu kommen......
  • Kristin  Bischof 22.10.2014
    ich....der eiszapfen....lässt grüssen und wünscht ALLEN winterfans eine schneereiche zeit......smile...... i ha s liäbär ä bitz wärmär
  • Werner  Steingruber aus Flawil
    22.10.2014
    der schnee kommt jedes jahr wann er will,und nicht wenn es uns passt. die autofahrer sollten dann ja wissen,was zu tun ist
    • Christian  Christian , via Facebook 22.10.2014
      Ich fahre das ganze jahr mit sommer reifen, das geht wenn man sich anpasst. trotzdem gibts noch die die ständig dränglen.
      und die gemeinde sollten ja die strassen richtig putzen oder salz kies streuen aber es wird ja gespart und wir zahlen dafür noch steuern.
    • Susanne  Reich 22.10.2014
      Fahren Sie echt im Winter mit Sommerreifen? Ich wünsche Ihnen nichts Böses, doch ist Ihnen bewusst, dass es im Falle eines Unfalles auch Andere treffen könnte? Oder fahren Sie evtl. gar nicht bei Schnee? Das Salz führt übrigens öfters zu Glatteis, in manchen Gebieten wäre es wahrscheinlich besser, den Schnee liegen zu lassen.