Pierre Vogel: «Bin gegen Bau von Minaretten» Minaretten»

  • Publiziert: 12.12.2009, Aktualisiert: 13.01.2012
  • Interview: Beat Kraushaar

Kurz vor der Islam-Demo konnte SonntagsBlick mit dem Radikal-Prediger Pierre Vogel (31) ein Telefon-Interview führen.

Herr Vogel wo sind Sie jetzt?
Pierre Vogel:
Ich bin in Deutschland, genauer gesagt in Freiburg.

Waren Sie schon einmal in der Schweiz?
Schon oft. Als Boxer bestritt ich einmal ein Höhentraining in St. Moritz. Dazu war ich oft in der Schweiz um Vorträge zu halten.

Bei uns werden Sie als Hassprediger wahrgenommen. Was sagen Sie dazu?
Das sind pure Lügen. Ich bin bekannt dafür, dass ich noch nie Hass oder Gewalt gepredigt habe.

Was sagen Sie zum Minarettverbot in der Schweiz?
Ich bin gegen den Bau von Minaretten. Sie sind kein notwendiger Bestandteil unserer Religion. Ein Minarett ist nichts anderes als eine Verschönerung der Moschee. Das Geld, das für Minarette verschwendet wird, sollte besser in die muslimische Jugendarbeit gesteckt werden.

Hätten Sie als Schweizer auch für das Minarettverbot gestimmt?
Ich will damit sagen, dass man das Geld besser dafür braucht, kriminell gewordene Muslime auf den rechten Weg zu bringen.

Tönt schön sozial...
Ich will Leuten, die Minarette bauen wollen nicht in den Rücken fallen. Der Prophet Mohammed sagt, dass man in die Menschen investieren muss. Aber wir brauchen keine Minarette, um von oben herab Gebete zu verkünden.

Aber Sie befürworten das Tragen von Kopftüchern – ein Symbol für die Unterdrückung der Frauen.
Welche Unterdrückung? Die meisten muslimischen Frauen in der Schweiz wollen den Islam praktizieren und Kopftuch tragen. Nonnen fragt man auch nicht, ob sie sich unterdrückt fühlen, weil sie verhüllt sind.

In Grenchen wurde in der Verwaltung ein Burka-Verbot erlassen.
Wieso denn das?

Weil eine Schweizer Muslimin sich weigerte ihr Gesicht zu zeigen.
Dann hat diese Person etwas falsch verstanden. Es gibt Notwendigkeiten, wo eine verhüllte Frau ihr Gesicht zeigen muss. Sie kann am Flughafen auch nicht sagen: Ich zeige mein Gesicht nicht. Dann fliegt sie nirgends hin.

Was wäre Ihre Botschaft gewesen, wenn Sie in Bern hätten auftreten können?
Was müssen wir tun, um gemeinsam das Feuer zu löschen, das am Lodern ist? Meine Antwort: Wir müssen Missverständnisse aufklären und aufeinander zugehen. Nur so ist ein friedliches Miteinander möglich.

Zum Schluss: Wann kommen Sie wieder in die Schweiz.
(Lacht) Am 2. Januar 2010 – dann ist die Einreisesperre abgelaufen.

play Gestoppt: Pierre Vogel wurde an der Einreise in die Schweiz gehindert. (newspictures)

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