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Die böse 3D-Animation (siehe oben) spielt mit dem schlechten Gewissen der Empfänger von staatlichem Fernsehen und Radio. Blick.ch-Leser sind empört: «Dieser Werbespot ist geschmacklos», findet Sandro Krummenacher. Heinz hält ihn für «absolut lächerlich», Küsä für «nervtötend» und Christoph ist er «sauer aufgestossen». Auch Hans Keller schreibt von einer «Zumutung», vermisst «Moral und Ethik».
Viele Leser stören sich aber nicht nur an den teuer produzierten Billag-Spots. Den meisten sind die obligatorischen Gebühren für SF, DRS & Co. zu hoch. Nur – auf die Barrikaden gehen sie deswegen (noch) nicht. Die Volksinitiative «Bye-bye Billag» will das ändern.
Fehlt den Schweizern der Mut?
Leserin Petra bringts auf den Punkt: «Eigentlich sollten wir alle mal einfach keine Gebühren mehr bezahlen», schreibt sie. Thomi hat denselben Gedanken, würde aber auch Unterschriften sammeln: «Aber dafür fehlt den anständigen Bürgern der Mut».
Kämpferischer tönts bei Kurt: «Steht doch endlich zusammen und bezahlt gar nichts mehr!», fordert der Leser. «Wieso muss überhaupt geworben werden?», fragt sich Martin. Und zieht Parallelen zum Steueramt, das Werbung auch nicht nötig hat: «Wir müssen ja bezahlen!»
Ohne Billag ist auch keine Lösung
Bruno verpasst in Thailand regelmässig Tore bei Fussball-Übertragungen, weil das dortige Fernsehen rein werbefinanziert ist. Darum beneidet er uns Gebührenzahler in der Schweiz: «Seid froh, müsst ihr euch nicht über die Werbungslänge ärgern.»
Auch Sportfan Fred zahlt lieber Billag-Gebühren – und hat dafür gutes Fernsehen: «Die, die jetzt motzen, sind dann wieder die ersten, die jammern, wenn die Öffentlich-Rechtlichen viel Werbung und keinen Sport mehr senden.» Kusi pflichtet dem bei: «Wir bezahlen zwar ein bisschen mehr, dafür haben wir das beste Fernsehen und die besten Radios.»
Was darf der Service public kosten?
Till regt sich über die 55 Millionen auf, die Billag verbraucht: «Es wäre doch noch interessant zu wissen, wie viel davon die Billag-Bosse als Gehalt einstecken.» Franz hofft wie viele andere Leser auch, dass dem «Monopol und Abzockertum» endlich ein Ende bereitet wird.
«Der Service public kann einfach nicht so viel kosten», wundert sich Beat Müller. «Gemacht wird trotzdem nichts», entgegnet ein ernüchterter Marco darauf. Das stimmt so nicht – werden die Initianten von Bye-bye Billag sagen. (dip)