Billag-Chef ist über Vorwürfe erstaunt

  • Publiziert: 27.02.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

FREIBURG – Die Vorwürfe gegen die Billag erstaunen Direktor Stephan Wiederkehr. Bei der Diskussion würden seiner Meinung nach verschiedene Sachverhalte vermischt.

Bei den Frontalangriffen auf die Billag werden mehrere Elemente in einen Topf geworfen und miteinander vermischt. Dies sagte Billag-Direktor Stephan Wiederkehr in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit «La Liberté».

Man bringe die Höhe der TV- und Radiogebühren, die Qualität der SRG und den Service der Billag durcheinander, ziele aber mit der Kritik nicht immer auf die Billag ab, meint Wiederkehr.

Der Billag-Direktor zeigte sich im Interview auch erstaunt darüber, dass jetzt wieder eine Diskussion vom Zaune gerissen werde, die bereits 2006 beim neuen Radio- und Fernsehgesetz geführt worden sei. Er ruft in Erinnerung, dass das Mandat der Billag im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens bis 2014 verlängert worden ist.

55 Millionen Franken vom Bund

Die Diskussion über die Billag war wieder aufgeflammt, nachdem Preisüberwacher Stefan Meierhans die Aufhebung des Unternehmens und der Einzug der TV- und Radiogebühren via die direkte Bundessteuer vorgeschlagen hatte. Für die Einkassierungen der Gebühren erhält die Swisscom-Tochter jährlich 55 Millionen Franken vom Bund.

Die Diskussion hat inzwischen auch in der Politik Betriebsamkeit ausgelöst. Gemäss einer Antwort auf eine SVP-Interpellation schliesst selbst der Bundesrat nach 2014 einen Wechsel des Inkasso- Systems nicht mehr aus.

Auch die Fernmeldekommission des Nationalrates will über das Inkasso-System für Radio- und Fernsehgebühren genau Bescheid wissen. Sie hat auf Grund einer parlamentarischen Initiative beim Bundesrat per Postulat bis Ende Jahr einen Bericht bestellt. (SDA)

play Billag-Chef Wiederkehr ist erstaunt über die Diskussion. (ZVG)

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