
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Das AWK Beznau ist seit dem 1. September 1969 in Betrieb.
(Keystone)Ende Februar wird der Atomreaktor Oldbury in England abgestellt. Dann nimmt Beznau 1 dessen Platz ein und wird somit zum ältesten Atomkraftwerk der Welt. Der Reaktorblock ist seit dem 1. September 1969 in Betrieb.
Oldbury ging nach Angaben der World Nuclear Association (WNA) schon 1967 ans Netz. Damit galt der Atomreaktor als ältester sich im Betrieb befindlichen, zivilen Reaktor weltweit.
Beznau hingegen war schon lange der älteste Druckwasserreaktor der Welt. In anderen Ländern, so auch in der Atomnation Frankreich, wurden alle Reaktoren dieses Typs schon vor einiger Zeit stillgelegt.
Sicherheitsbedenken hat die Betreiberin Axpo nicht. «Wir haben zirka das Dreifache vom ursprünglichen Kaufpreis zur Nachrüstung investiert, so dass wir zwar zu den älteren gehören, aber sicherheitstechnisch zu den ganz modernen», sagt Manfred Thumann, CEO Axpo in der Tagesschau.
Nach der Atom-Katastrophe in Fukushima wurden alle vier Schweizer AKW überprüft. Laut den Ergebnissen der Untersuchung des Ensi wies auch das AKW Beznau 1 diverse Sicherheitsmängel auf.
Dazu gehörten unter anderem die unzuverlässige Notstromversorgung und der rissige Reaktordeckel. Diese Mängel betonen besonders auch die Atom-Gegner, zu denen zum Beispiel Geri Müller, Nationalrat Grüne, gehört: «Nun ist Beznau 1 das dienstälteste AKW der Welt — kein Grund zum Feiern — aber einmal mehr es definitiv abzustellen!»
Die Untersuchungen sind noch nicht alle abgeschlossen. Bis zum 31. März 2012 müssen die Betreiber dem Ensi aber die Nachweise erbringen, dass die Sicherheit der AKW auch im Falle eines Erdbebens, gewährleistet wäre. (kko/sda)
Im Druckwasserreaktor wird das Wasser im Reaktor auf 330 Grad erhitzt. Durch den hohen Druck kann es nicht verdampfen. Es durchläuft den ersten Kreislauf zum Dampferzeuger.
Dieses Primärwasser erhitzt über Rohrleitungen einen zweiten Wasserkreislauf (mit weniger hohem Druck).
Hier verdampft das Wasser und treibt Turbine und Generator an.
Das Primärwasser kühlt im Dampferzeuger auf 290 Grad ab und gelangt zurück in den Reaktor, wo es durch die Kernspaltung wieder erhitzt wird. Durch die getrennten Wasserkreisläufe ist das Risiko austretender Radioaktivität geringer.
Kommentare (7)