Trauer-Formation für verunglückten F/A-18-Piloten Der letzte Gruss für David G. (†27)

PAYERNE VD - Heute haben Familie, Freunde und Staatsvertreter Abschied vom tödlich verunfallten Kampfjet-Piloten genommen. Die Luftwaffe erwies ihm die letzte Ehre.

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Seit dem Kampfjet-Unfall im Sustengebiet sind zwei Wochen vergangen. Ein Fluglotse von Skyguide hatte eine zu tiefe Flughöhe angeordnet, Militärpilot David G. (†27) krachte in seinem F/A-18 in eine Felswand. Nicht nur die Militärkollegen, die ganze Schweiz nahm Anteil am traurigen Schicksal des jungen Westschweizer Piloten.

Heute mussten Familie, Freunde und Kollegen Abschied nehmen. Die bewegende Trauerfeier für David G. fand in der reformierten Kirche von Payerne VD statt. Hier war der Pilot stationiert gewesen und hier hatte er bis zuletzt auch gewohnt.

«Sein Tod hat uns wieder einmal bewusst gemacht, wie gefährlich unsere Mission ist»

Rund 800 Trauernde versammelten sich heute, darunter auch die Fliegerstaffel-Kollegen von David G. «Sein Tod hat uns wieder bewusst gemacht, wie gefährlich unsere Mission ist», sagte Luftwaffen-Chef Aldo C. Schellenberg in seiner Rede. «G. du wirst uns fehlen!» Seine Gedanken seien in diesem schweren Moment aber auch beim Skyguide-Fluglotsen und seiner Familie.

Letzter Gruss der Fliegerkollegen: Zwei Jets fliegen die «Missing Man»-Formation für David G. play
Letzter Gruss der Fliegerkollegen: Zwei Jets fliegen die «Missing Man»-Formation für David G. Keystone/LAURENT GILLIERON

Nach der Trauerfeier verliessen Familie und Kollegen die Kirche und begaben sich zum Militärflugplatz Payerne. Von dort aus starteten zwei F/A-18-Piloten zu einem Überflug in der so genannten «Missing Man»-Formation. Die Jets überflogen den Ort des Geschehens. Einer brach aus der Formation aus. Dann blieb sein Platz leer.

Bewegende Worte in der Traueranzeige

Erst im vergangenen Jahr war der Militärpilot David G. zum Oberleutnant ernannt worden. Neben seinen Eltern hinterlässt er seine Freundin, einen Bruder und zwei Schwestern.

«David, du bist so hoch geflogen. So hoch, dass wir dich jetzt leider nicht mehr umarmen und küssen können», schrieben seine Liebsten in der Todesanzeige. 

Und sie zitieren den französischen Schriftsteller Antoine St. Exupéry: «Ein Pilot stirbt nie. Er fliegt einfach weg und kehrt nicht mehr zurück.» Der Autor von «Der kleine Prinz» war selbst Flieger und ist im Zweiten Weltkrieg auf einem Aufklärungsflug ums Leben gekommen.

Der Luftwaffenchef Aldo C. Schellenberg nahm an der Trauerfeier teil. Und auch der Chef der Flugsicherung Skyguide Daniel Weder.

Nicht aber Verteidigungsminister Guy Parmelin. Armeesprecher Daniel Reist sagte zu BLICK: «Wir müssen auch Gerechtigkeit walten lassen. Der Bundesrat kann nicht zur Beerdigung jedes Soldaten kommen.» (pfc)

Publiziert am 12.09.2016 | Aktualisiert am 12.10.2016
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20 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 13.09.2016
    Alle Vorwürfe und Anschuldigungen nützen den Hinterbliebenen nichts! Ich wünsche allen viel Kraft!
    Dass ein so junger Mensch Mitten aus dem Leben gerissen wird, ist einfach nur grausam und schmerzlich! Mein tiefes Mitgefühl!
  • alex  rotter aus luzern15
    13.09.2016
    Herr Buttilger: "pietätlos", zugegeben, der Vorwurf geht aber an unsere Machthaber und war in keiner Art und Weise an die Adresse der Opfer gerichtet.
    Übrigens: wann hätte denn mein Kommentar landen dürfen ? Etwa beim freudigen Ereignis unseres CVP-Politikers, das uns nun aber nichts, aber auch gar nichts abgeht ?
    Herr Hugentobler: vermutlich sind Sie einiges jünger als ich, heute geht das, früher gings nicht.
    Wenn ich bekannte Namen in besten Positionen nennen darf, liefere ich mal Beweise
  • Klaus  Utzinger aus Bad Zurzach
    12.09.2016
    Von den Bundesräten hätte mindestens einer von den 2 (Parmelin: VBS und oder Leuthard: Skyguide) teilnehmen können. Für Aldo C. Schellenberg sollte, wie für alle anderen auch gelten, an einer Trauerfeier zieht man beim Betreten der Kirche den Hut ab!
    • Denis  Bloch aus Heiligenschwendi
      13.09.2016
      Woher weisst du, dass er das nicht getan hat? Das Foto mit dem Hut ist ausserhalb der Kriche!
  • Peter  Stierli aus Geroldswil
    12.09.2016
    Wieder musste ein junger Soldat sterben für eine völlig nutzlose Sache! Auch hätte niemand eine solche Show in Payerne veranstaltet für einen tödlich verunfallten Infanterie Soldaten!
  • Carlo  Pierro , via Facebook 12.09.2016
    Und das bezahlt wohl die Flugsicherung "Skyguide". Macht den Piloten auch nicht mehr lebend.