Berner sind passiv So ticken Schweizer Singles

ZÜRICH - Allein, passiv und klischeetreu: Die Schweizer Single-Welt wurde in einer Umfrage der Dating Plattform Parship durchleuchtet.

Couple at the bar play
Eine Studie der Datingplattform Parship zeigt Verhalten und Wünsche von Schweizer Singles auf (Symbolbild). andresr

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Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren zieht derzeit partnerlos durchs Leben. Die schweizweite Befragung von rund 500 Singles zeigte: Sie sind lasch. Obwohl sich fast 70 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen eine Partnerschaft wünschen, sucht nur knapp jeder Zehnte aktiv danach – der Rest hofft, dass das Schicksal es gut mit ihnen meint und ihnen den Traumpartner irgendwann vorbeischickt. So erstaunt es nicht, dass rund die Hälfte der Singles schon länger als drei Jahre alleinstehend ist.

Berner erfüllen das Klischee

Ganz getreu dem Vorurteil der Langsamkeit, führen hier die Berner die Rangliste an mit den meisten Langzeitsingles und der grössten Passivität: Null Prozent der Befragten sucht aktiv nach einem neuen Partner! Im Gegensatz dazu sind Zürcher am aktivsten bei der Jagd nach einem neuen Kandidaten.

Ein Drittel will gar keinen Partner

Aus der Studie spricht Resignation: Ein Drittel der Schweizer Singles sagt aus, derzeit oder sogar in Zukunft nicht auf der Suche nach einem Partner zu sein. In Bern ist es sogar fast die Hälfte! Während Männer die Schnauze voll haben von gescheiterten Beziehungen und glücklicher seien als Single, wollen Frauen schlicht keine Kompromisse mehr eingehen.

Vorurteile bestätigt: Männer sind oberflächlicher

Erscheint ein potentieller Partner auf dem Radar setzt das weibliche Geschlecht auf die traditionellen Werte wie Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit, Humor und Empathie. Auch für Männer zählen diese Kriterien – jedoch weniger ausgeprägt.

Top Eigenschaften für die Attraktivität des Wunschpartners sind für beide Geschlechter freundliche Umgangsformen und gepflegtes Aussehen. Während bei Frauen dann Stil und Manieren, Selbstbewusstsein und Geruch folgen, orientieren sich Männer klischeegetreu an oberflächlichen Attributen: Körperbau, ein schönes Gesicht und Sex Appeal sind ausschlaggebend.

Single-Sein ist «mittlerweile akzeptierte Alternative»

«Die Umfrage zeigt einmal mehr den Wandel in der Gesellschaft und den heutigen Status der Singles», sagt Barbara Beckenbauer, die Psychologin der Datingplattform Parship. «Der Trend, über einen längeren Zeitraum nicht in einer Beziehung zu leben ist – vor allem in den Städten – eine mittlerweile akzeptierte Alternative.» (kra)

Publiziert am 30.08.2016 | Aktualisiert am 20.12.2016
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9 Kommentare
  • roland  rohrbach aus Binningen
    31.08.2016
    Erscheint ein potentieller Partner auf dem Radar setzt das weibliche Geschlecht auf die traditionellen Werte wie Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit, Humor und Empathie. Kenne keine wo diese Werte selber lebt . Denn meisten geht es um Geld , Soziale Sprungbrett und ihre Wünsche erfüllt zu haben! Eben, Sie suchen eine Beziehung wo sich auf was bezieht. Bleibe lieber Single.
  • Richard  Reich aus Basel
    31.08.2016
    Das System "wir sind zusammen, aber jeder behält seine Wohnung" wird sich längerfristig durchsetzen. Viele ziehen ja nur aus kostengründen zusammen und nicht aus Liebe. So hat jeder seinen Freiraum und wenn man sich trifft, dann erlebt man diese Treffen bewusster.
  • Michael  Tomov aus Koror
    31.08.2016
    Soso, Frauen wollen keine Kompromisse mehr eingehen, verlangen aber genau das von den Männern. Interessant. Nun, die Schweizerinnen sind auch ennet der Grenzen als relativ uncharmant und kratzbürstig bekannt. Da bleibt man als Mann lieber Single, denn Möglichkeiten zum ungezwungenen Spielen gibt es andere genug. Und die Schweizerinnen können sich ihre Traumprinzen im Kongo holen...
  • David  Brunner aus Wetzikon
    31.08.2016
    Geschlechterideologische Vergiftung und Kultivierung der Beziehungsunfähigkeit, darüber sollte man nachdenken. Und über den falschen Vorwurf, Frauen würden immer mehr arbeiten und es trotzdem nirgendwohin bringen. Dabei fehlt es eher an beruflichem Wollen und Versorgerzwang. Man schiebt lieber die Kinder vor und beschuldigt die Männer. Emanzipation und Feminismus schiessen längst über das Ziel hinaus. Das Resultat sind getäuschte Frauen, frustrierte Mütter, zerstörte Väter und rangierte Kinder.
  • Gian  Müller aus Basel
    31.08.2016
    Gemäss Bericht wissen wir lediglich, wie Berner und Zürcher Singles ticken. Von "schweizer" Singles erfahren wir nichts.