Gegen drei Uhr früh kam der Autolackierer zurück ins Hotel, ging ins Zimmer im 5. Stock hoch. Am Morgen lag er tot unter dem Balkon. Die Polizei ermittelt wegen Baupfusch.
Es sollten unbeschwerte Tage auf der spanischen Ferieninsel Mallorca werden. Mittendrin. Ballermann.
Mit Bier in der Schinkenstrasse, Sonne pur am Strand von Arenal, dazu vielleicht ein Flirt oder mehr.
Autolackierer Luca († 33) aus dem Solothurnischen hatte einiges zu feiern – im Job winkte ein neuer Arbeitsvertrag, der Geburtstag war erst wenige Tage her.
Das Geschenk von Mutter und Schwester ist eine Woche Mallorca plus Flug und Hotel. Doch schon in der ersten Nacht stürzt der Schweizer Tourist von seinem Hotelzimmerbalkon in den Tod!
Im Dreisternehotel Pabisa Bali in El Arenal erinnert man sich an den Schweizer. «Er checkte am Freitagabend gegen 22 Uhr ein und war richtig gespannt aufs Zimmer», sagt der Concierge.
Nach ersten Erkenntnissen der spanischen Polizei verliess Luca das Haus gegen Mitternacht, wohl in Richtung Schinkenstrasse.
Videoaufzeichnungen der Lobby zeigen: Gegen drei Uhr früh kommt der Autolackierer zurück ins Hotel. Mit klarem Gang und ohne Begleitung.
Was in den nächsten Stunden im Zimmer im fünften Stock passiert, ist unklar. Fakt ist: Irgendwann in der Nacht fällt Luca über das schmale Geländer seines Balkons in den Hinterhof des Hotels. Ein Mitarbeiter entdeckt dort am Morgen gegen neun Uhr die Leiche des 33-jährigen Schweizers. Ein Verbrechen schliesst die Polizei aus.
Ein Ermittler sagt: «Wir gehen zurzeit von einem tragischen Unfall aus.» Eine Autopsie soll heute die genaue Todesursache klären.
Trägt dabei das Hotel eine Mitschuld? Die Bettenburg (rund 300 Zimmer) gilt unter Gästen als «in die Jahre gekommen», manche beschweren sich über wackelige Anbauten. So ermittelt die Polizei auch in Richtung «Sicherheitsmängel».
Musste Autolackierer Luca etwa wegen Pfusch am Bau sterben?
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