Waren es streunende Hunde? Zehn Schafe von Walliser Politiker zu Tode gejagt

LA PARA VS - In der Nacht auf Freitag stürzten 10 Schwarznasenschafe vom Walliser CSPO-Grossrat Georges Schnydrig (54) über eine Felswand zu Tode. Er gibt zwei ausgebüxten Hunden die Schuld.

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Der Walliser Schwarznasenschafzüchter Georges Schnydrig (54) ist wütend. Am Freitag Morgen entdeckte sein Bruder, dass ihre Schafherde auf dem Pass Col du Pillon beim Aussichtspunkt La Para in arger Bedrängnis war. Fünf der Tiere standen auf einem Felsvorsprung. In dem steilen Gelände konnten sie sich nicht befreien. 10 Schafe waren bereits über die Felswand gegen 200 Meter in die Tiefe gestürzt.

Die fünf Schafe lässt Schnydrig und sein Schäferkollege mit dem Helikopter und Bergführer retten. Insgesamt hat der Walliser Politiker der Christlich Sozialen Volkspartei (CSPO) mit seinem Bruder und einem Schäferkollegen aus Mund 42 Zuchtschafe auf der Alp. Jetzt sind es nur noch 32.

«Der Schaden ist enorm. Es sind Zuchtschafe, der Wert übersteigt den Fleischpreis um ein vielfaches. Der Helikopter war in etwa eine Stunde für uns in der Luft. Der Vorfall kostet uns nach ersten Schätzungen zwischen 15 bis 20 Tausend Franken», sagt Georges Schnydrig.

10 Schafe eines Walliser Politikers stürzen über Feldwand in Tod play
Grossrat Georges Schnydrig

Georges Schnydrig weiss bereits, wer schuld ist. Er sagt: «Es waren zwei streunende Hunde, die von Zuhause ausgebüxt sind. Wir wissen bereits wer der Besitzer ist.» Der Grossrat und Gemeindepräsident von Lalden (VS) hat gestern Montag im Namen des Vereins Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere eine Medienmitteilung an alle Medien verschickt. Da ist der Hans-Dampf-in-allen-Gassen nämlich auch noch der Präsident.

Ob wirklich zwei Hunde Schnydrigs Schafe in den Tod getrieben haben, ist noch fraglich. Der zuständige Wildhüter Jean-Claude Roch (62) rät zur Vorsicht: «Es waren zwar ein Labrador und ein Australischer Schäferhund vom gleichen Besitzer in dem Gebiet unterwegs. Ich habe sie beobachtet, wie sie Murmeltiere gejagt haben. Aber dass die beiden Ausreisser auch die Schafe gejagt haben, hat niemand beobachtet.»

Der Hundebesitzer bekommt sicher eine Busse, weil seine zwei Hunde ohne Begleitung in dem Gebiet unterwegs waren und auch gejagt haben. Wenn Georges Schnydrig beweisen kann, dass seine Schafe wegen den Hunden den Elektrozaun durchbrochen haben und über die Klippe geflüchtet sind, dann wird es für den Hundebesitzer richtig teuer.

Publiziert am 06.09.2016 | Aktualisiert am 21.09.2016
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  • Fritz  Frigorr 08.09.2016
    In der Überschrift steht doch deutlich zu lesen,dass sie von einem Politiker zu Tode gejagt wurden.
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    07.09.2016
    Mal wieder.. das ist typisch, sichert endlich mal eure Herden richtig.. Wofür genau gibt es Hütehunde ? Die verhindern so etwas ! An die Walliser Schafhalter : sichert Eure Herden mal richtig. Nicht so. Es braucht immer einen Hirten, einen Hütehund - und des Nachts eben einen Stall. Was ist daran schwer zu begreifen ? Das verlorene Geld ist verloren - weil nicht richtig abgesichert wurde.. Tja, Geiz kommt nie gut raus. Ich hoffe, die Schafzüchter lernen es endlich mal...
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      07.09.2016
      Absolut richtig, es sterben jedes Jahr wegen nicht gehüteten Herden tausende von Schafen an Abstürzen, nicht entdeckter Moderhinke, Blitzschlägen und weil sie sich verirrt haben!! Aber die Walliser lenken ja gerne mit dem Wolf davon ab. Man sollte Vorschriften machen, ohne Herdenhund kein Schadenersatz! Mir tun auch die Schafe leid die wegen der Sturheit der Besitzer dran glauben müssen!
  • Bruno  Imhof 06.09.2016
    Zum guten Glück weiss man mit Sicherheit, dass es Hunde waren, welche die Schafe in den Tod getrieben haben. Andernfalls wäre sicher der Wolf der Schuldige gewesen.
  • Landre  Marb , via Facebook 06.09.2016
    Als Hundeliebhaber kann man hier kaum Vorurteile voraussetzen, aber was extrem wichtig bleibt ist dass jede-r Tierfreund-in seinen Egozentrismus und seine Selbstüberzeugung unter Kontrolle hält in dem er-sie sich der Verantwortung in der Haltung stets bewusst bleibt. Viele Hunde haben natürliche Jagd- und so wie so Rudelinstinkte und Dynamiken, diese sollte man im gemeinsamen spielen und trainieren leiten und nicht den Hunden selbst überlassen...
    Trotzdem auch hier gilt "in dubio pro reo"!
  • Franz  Steiger 06.09.2016
    Nun scheinen nach Problemwölfen, Problembären und Problemluchsen die Problemhunde zu kommen - die Schweiz und ihre problematische Tierwelt.