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Diese Woche begab sich eine neue Klasse nach Morgins ins Lager. Obwohl dort im Chalet Les Alouettes seit März eine merkwürdige Krankheit ihr Unwesen treibt: Bis die Hälfte der Klasse musste teilweise zurück nach Hause geschickt werden – wegen Übelkeit, Durchfall und starkem Fieber.
Die Besitzer des Chalets, die Waadtländer Gemeinden Crissier, St. Sulpice und Ecublens, liessen das Haus von oben bis unten desinfizieren, Ärzte untersuchten die erkrankten Schüler. Doch weder eine Diagnose, noch die Beseitigung des Virenherds klappten. Schüler und auch Lehrer wurden weiterhin reihenweise infiziert.
Als nun auch sieben Schüler der Klasse aus Crissier, welche sich diese Woche im Chalet aufhielt, flachlagen, entschlossen sich die beteiligten Gemeinden, das Chalet zu schliessen. Auf unbestimmte Zeit.
Vorwürfe gegen Schulen
Doch die Eltern verstehen nicht, warum man sich erst jetzt zu diesem Schritt entschloss. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen: «Es geht um die Gesundheit unserer Kinder», sagt eine beunruhigte Mutter der Westschweizer Zeitung «Le Matin».
Warum haben die Schulen die Kinder überhaupt dorthin geschickt, obwohl man wusste, was sie dort erwartet? Die Eltern können dies nicht verstehen. «Mein Sohn wurde letzte Woche ebenfalls krank in Morgins», sagt ein erzürnter Familienvater. Trotzdem habe man weiter Kinder ins Chalet geschickt. (noo)
Hier fangen sich die Schüler die rätselhafte Krankheit ein: das Chalet Les Alouettes in Morgins.