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Gestern Morgen auf der Stadtverwaltung in Grenchen: Eine 19-jährige Schweizerin will sich als neue Einwohnerin von Grenchen anmelden. Sie kommt in Begleitung ihres marokkanischen Vaters – und ist komplett verhüllt. Sogar die Hände sind bandagiert.
Die Frau ist keine Unbekannte. Bereits einmal stand sie diese Woche auf der Stadtverwaltung. Ohne Erfolg wollte sie sich anmelden.
«Sie weigerte sich, sich von Männern bedienen zu lassen», sagt der Grenchner Stadtpräsident Boris Banga gegenüber «Tele M1». «Sie stand da, komplett verhüllt. Als man mich gerufen hat, war da einfach ein rabenschwarzes Zelt.»
Weil er nicht gewusst habe, wie ihr Vater reagieren werde, habe er für heute zwei Polizisten der Stadtpolizei Grenchen aufgeboten, sagte der SP-Politiker Banga. Es habe aber keine Probleme gegeben.
Nach der Aufforderung durch die Polizisten enthüllte sich die Muslimin in einem separaten Raum gegenüber weiblichen Angestellten, damit sie identifiziert werden konnte.
Damit sich solche Szenen nicht wiederholen, ergreift Boris Banga Massnahmen: Gemäss «Tele M1» hat er für die Stadtverwaltung Grenchen eine Weisung erlassen, wonach verschleierte Personen nicht mehr bedient werden dürfen. «Es ist doch noch nicht Fasnacht. Man weiss ja nicht, ob das ein Einbrecher ist oder was», sagt er im TV-Beitrag.
Bei amtlichen Geschäften müsse man erkennen, wer man vor sich habe, so Banga. (SDA/num)
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Boris Banga: Stadtpräsident von Grenchen greift durch.