Vermisster Speedflyer am Jungfraujoch abgestürzt Leiche von Harrison Fast (†28) entdeckt

LAUTERBRUNNEN - BE - Vergangene Woche entdeckte eine Crew der Air Glaciers eher zufällig eine Leiche unterhalb des Jungfraujochs. Jetzt ist klar: Beim Toten handelt es sich um den Seit März vermissten US-Speedflyer Harry Fast.

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Die Angehörigen liessen nichts unversucht um Harrison Fast doch noch zu finden. 

Nachdem die Berner Polizei im März nach drei Tagen die Suche nach dem bei Lauterbrunnen vermissten US-Speedflyer eingestellte hatte, fahndete die Familie auf eigene Faust weiter.

Sie mietete Helikopter und flog das Gebiet ab, in dem Fast vermutet wurde. Auch Drohnen kamen zum Einsatz. Doch die private Such-Aktion blieb letztlich ohne Erfolg. 

Traurige Gewissheit

Nun haben Verwandte, Bekannte und Freunde doch noch die traurige Gewissheit: Harrison Fast ist tot. 

Eine Crew der Air Glaciers entdeckte den Amerikaner am vergangenen Donnerstag. Zufällig. Sie war auf der Suche nach einem anderen vermissten Berggänger. 

Wie die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung schreibt, lag Fast Leiche im Bereich einer frischen Abbruchstelle im Guggigletscher unterhalb des Jungfraujochs. Sie wurde inzwischen geborgen und zweifelsfrei identifziert.

Vater reist in die Schweiz

Auf Facebook dankt die Familie den lokalen Such- und Rettungsteams, aber auch jenen Helfern, die sich freiwillig engagiert hatten. 

Fasts Vater John will nächste Woche nach Lauterbrunnen reisen, um «Harry nach Hause zur bringen», wie es heisst. 

Der US-Extremsportler hatte sich am 26. März mit fünf Freunden auf der Jungfrau zum Speedflying getroffen. Die Gruppe geriet dabei in einen Sturm und verlor den Kontakt zu Fast. Niemand wusste, wohin die heftigen Winde den Gleitschirm des 28-Jährigen trugen. Bis jetzt. (bau) 

Publiziert am 31.08.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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6 Kommentare
  • Daniela  Bauschmann 01.09.2016
    Jetzt wird es mir klar warum wir im Berner Oberland die grösste Selbstmordrate haben.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    31.08.2016
    Ich sehe Speedflying nicht als Extremsport. Die sind an einem richtigen Flugschirm, den sie steuern können. Das ist etwas ganz anderes als die Basejumper mit ihren Flattermänteln. Im vorliegenden Fall war es ein Bergunfall, wie ihn Bergsteiger und Turnschuhtouristen auch machen:Diese Leute haben die Wettervorhersagen nicht ernst genommen und sich ungenügend vorbereitet. Im Grund hatten die ein Riesenglück, dass nur einer und nicht alle sechs gestorben sind.
  • Richard  seifert aus st.gallen
    31.08.2016
    Einerseits verstehe ich diese "Extremsportler" irgendwie. Lieber das Risiko eingehen bei diesem Sport schnell zu sterben als in einer Ehe langsam zu krepieren.
    Andererseits liebe ich mein Leben zu sehr als es so aufs Spiel zu setzen.
  • Thomas  Zürcher 31.08.2016
    Die Droge Extremsport fordert immer wieder Opfer.Extremsportler loten die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Belastbarkeit aus. Was Spaß macht und gefährlich ist, verschafft ihnen einen Endorphinrausch.Viele Leute fragen sich: Warum tun sich Menschen so etwas an? Warum riskieren Extremsportler für ihren Erfolg das Leben? Mir tun immer die Angehörigen der Opfer Leid deren Leben auch zerstört wird.Aber "The Show Must Go On"!
    • Victor  Fletcher aus Meilen
      31.08.2016
      Ich frage mich manchmal, wesshalb solche Menschen sich nicht irgendwo auf der Welt als Soldaten oder Söldner engagieren. Beim Kampf ums eigene Leben hätten die ihren Mega-Kick und würden vielleicht schnallen was das LEBEN eigentlich Wert ist! Ich weis nicht, ob die dann ihr Leben für etwas Fun noch so locker riskieren würden...
    • Thomas  Maeder 31.08.2016
      Herr Flückiger, es gibt genügend, die das machen. Söldnerfirmen sind ja rund um die Welt im Einsatz. Wenn ich mir so überlege, was Söldner in irgendwelchen Konfliktregionen so anrichten, ist es vielleicht doch besser, wenn die Leute Basejumpen... Da trifft es wenigstens nur sie selbst.