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Ueli Maurer: Sein Zuzug war ein Glücksfall für die SVP Münsingen. (Karl-Heinz Hug)
Der Niedergang der SVP-Sektion in der Berner Gemeinde Münsingen begann am 12. Dezember 2007: Eveline Widmer-Schlumpf schaffte den Sprung in den Bundesrat und schickte Christoph Blocher in Rente. Die darauf folgenden Querelen führten zur Gründung der BDP – und 54 Münsinger SVPler, die mit dem harschen Kurs der Zürcher wenig anfangen konnten, wechselten daraufhin die Farben.
Ein kleiner Haufen von 67 Aufrechten blieb übrig. Gemäss Präsidentin Monika Heinis überlegten sie damals ernsthaft, die Ortspartei ganz aufzulösen. Davon ist nun keine Rede mehr: Am 10. Dezember letzten Jahres wählte das Parlament Ex-SVP-Parteipräsident Ueli Maurer in die Regierung. Der neue VBS-Chef zog daraufhin vom Zürcher Oberland nach Münsingen um – und zögerte nicht, der Ortspartei beizutreten.
Das prominente Mitglied sorgt für neuen Schwung bei der Münsinger SVP, wie die «Berner Zeitung» heute berichtet. Der ausgebuffte Politikfuchs hat sich prompt anerboten, als Ratgeber für die Gemeindewahlen vom 1. November zu fungieren. Letzten Samstag fand Maurer gar Zeit, zusammen mit den drei Kandidaten der Partei am Münsinger Wochenmarkt die Werbetrommel zu rühren.
Der volksnahe Grossverdiener berappt wie seine Kollegen einen Mitgliederbeitrag von 50 Franken im Jahr. Einen internen Putsch muss Monika Heinis nicht fürchten: «Maurer hat gesagt, dass ich in Münsingen seine Chefin sei», sagt die Ortspartei-Präsidentin lachend. (hhs)