Rettungs-Spezialist: «Tourenski-Fahrer gehen oft zu hohe Risiken ein»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
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BERN – Wegen der Fehleinschätzung einer Touren-Gruppe, sind im Diemtigtal 12 Menschen verschüttet worden. Zu oft gehen Touren-Gänger solche Risiken ein.

Der Gruppendruck und das menschliche Naturell führten dazu, dass Tourenski-Fahrer mehr Risiken eingingen, als sie wahrhaben wollten. Das sagt Theo Maurer, Ausbildungschef der Alpinen Rettung Schweiz. Er rät deshalb den Tourenski-Fahrern, mehr miteinander zu reden.

Es gehe darum, den «Faktor Mensch» bei Skitouren besser zu berücksichtigen, und deshalb müssten die Tourenski-Fahrer einander auch Gefühle anvertrauen. Das sagte Maurer in der Sendung «Heute Morgen» von Radio DRS1.

Dieses Verhalten – sich einander mitzuteilen – sei Teil der Ausbildung von Tourenski-Fahrern, so Maurer weiter. Doch sei für ihn offen, ob die Leute auch umsetzten, was sie gelernt hätten.

Aussergewöhnliche Situationen erkennen

Maurer äusserte sich auch zur Frage, ob die professionellen Retter beim Einsatz vom Sonntag im Diemtigtal ein zu hohes Risiko eingingen.

Die eigene Sicherheit sei stets Thema bei der Ausbildung der Retter, sagte Maurer. Und kein Retter begebe sich absichtlich in Lebensgefahr. Die Schwierigkeit sei aussergewöhnliche Situationen zu erkennen.

Maurer sieht nach dem Unglück vom Sonntag keine Veranlassung, bei der Ausbildung der Retter etwas zu verändern. Unfälle von Rettern habe es auch in der Vergangenheit schon gegeben, und sie seien auch in Zukunft nicht auszuschliessen. (SDA/gca)

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