Er hatte Wahnvorstellungen Der Angreifer von Bramois VS ist der Tote in der Schlucht

An Weihnachten wurde in der Nähe der Einsiedelei Longeborne eine Leiche gefunden. Es handelt sich um einen 32-jährigen Portugiesen. Vor seinem tödlichen Sturz hatte er drei Menschen teils schwer verletzt.

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Die Ermitage de Longeborgne bei Sion.

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Der mutmassliche Täter der Gewalttat in Bramois VS ist identifiziert. Ein 32-jähriger Portugiese, der an psychotischen Störungen mit Wahnvorstellungen litt, hat drei Personen teils schwer verletzt. Danach stürzte der Mann und starb.

Ob es sich um einen Suizid handelt oder ob er gestürzt ist, ist unklar. Der in Siders geborene Mann war wegen psychotischen Störungen mit Wahnvorstellungen in Behandlung, wie die Walliser Staatsanwaltschaft heute in einer Mitteilung schreibt. Er war nicht vorbestraft.

Tatwaffe Küchenmesser

Gemäss jetzigem Ermittlungsstand sollen der Mann und sein 33-jähriger Onkel am Morgen des 25. Dezembers den Weg zur Einsiedelei Longeborgne genommen haben. Der Onkel soll den Weg verlassen haben, um eine Felswand auf der rechten Flussseite zu besteigen, als er aus rund 15 Metern auf den Boden stürzte und auf dem Weg liegen blieb.

Der mutmassliche Täter hat laut Angaben der Staatsanwaltschaft darauf einen 69-jährigen Mann, der sich zur Einsiedelei begab, mit einem Küchenmesser angegriffen. Danach griff er auch eine 73-jährige Frau an, bevor er den Onkel mit mehreren Messerstichen am Hals verletzte.

Anschliessend ging der mutmassliche Täter in die Schlucht, durchquerte den Fluss und begab sich auf den Gipfel eines Felsens, von wo er ungefähr 130 Meter in die Tiefe stürzte. Er wurde tot auf dem linken Flussufer gefunden.

Zwei von drei Verletzten aus Spital entlassen

Der Onkel ist laut Staatsanwaltschaft zwar noch hospitalisiert, aber befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Die 73-jährige Frau konnte das Spital gestern verlassen. Bereits am Dienstag konnte der 69-jährige Mann aus der Spitalpflege entlassen werden.

Die Staatsanwaltschaft hat keine Hinweise, dass noch weitere Personen an den Ereignissen beteiligt gewesen sein könnten. (SDA)

Publiziert am 30.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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