SVPler wollte diskutieren Burka-Bomber aus Berner Reithalle verjagt

BERN - Nils Fiechter warb letzte Woche als Selbstmord-Attentäter in einer Burka für das Vermummungs-Verbot. Am Wochenende besuchte er die links-autonome Reithalle. Und wurde rausgeworfen.

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Als «Burka-Bomber» erlangte Nils Fiechter, Vorstandsmitglied der Jungen SVP Bern, letzte Woche nationale Bekanntheit. Vor dem Bundeshaus warb er am Dienstag als burkatragender Selbstmordattentäter für ein Vermummungs-Verbot. Dieses richtet sich nicht nur gegen Burkas, sondern auch vermummte Linksautonome.

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Nils Fiechter warb am letzten Dienstag vor dem Bundeshaus als Burka-Bomber mit SVP-Nationalrat Walter Wobmann (r.) für die Initiative für das Vermummungsverbot. Keystone

 

Diese hat Fiechter nämlich auch im Visier. Nach den Krawallen rund um die Reitschule vor rund drei Wochen, reichte er am 11. März Unterschriften für die Initiative «Keine Steuergelder für die Berner Reithalle» ein. Die Initiative verlangt, dass die Stadt Bern weniger Geld vom Kanton erhält, wenn es weiterhin Ausschreitungen bei der Reitschule gibt.

Letzten Samstag nun ging Fiechter direkt in die Höhle des Löwen. In einem Mail verschickte er am Nachmittag noch Einladungen: «Heute Abend wird die Junge SVP Kanton Bern der Reithalle einen Besuch abstatten. Ziel ist es, um 20.30 Uhr die Vorstellung des Frauenchors der Reithalle zu geniessen, um anschliessend einen friedlichen, diskussionsvollen Abend zusammen mit den Reitschülern zu verbringen.»

Das Konzert hat Fiechter gemeinsam mit Andreas Gerber von der Parteileitung der Jungen SVP Schweiz genossen. Danach gingen sie in die Bar des Reithallen-Restaurants. Es kam allerdings nicht zu einem friedlichen, diskussionsvollen Abend.

Von mürrisch blickenden Reitschülern umzingelt

«Kaum erhielten wir eine ‹Stange› und eine Cola, wurde ich von einer jungen Dame angesprochen, welche meinen Namen wissen wollte», schreibt Fiechter am nächsten Tag auf Facebook und weiter: «Eine Minute später waren wir von vier grossgewachsenen, mürrisch blickenden Reitschülern umzingelt.»

Die Typen befohlen den beiden Politikern das Gebiet der Reithalle unverzüglich zu verlassen. «Als SVPler diskriminiert ihr andere Menschen. Dies tolerieren wir nicht», haben sie laut Fiechter gesagt.

Er und Gerber verliessen darauf die Reithalle. «In deren Umfeld wurde uns nachgespuckt und uns ‹Nazi- und Rassistenschlämperlig› nachgeworfen», schreibt Fiechter in seiner Stellungnahme. Darin kommt er zum Schluss: «Die Reithalle gehört schnellstmöglich geschlossen!»

Geäussert hat sich auch schon die Reitschule. Auf Facebook bezeichnet sie Fiechters Besuch als «Doppelmoral Level 5000!» und verweist dabei auf die Anti-Reitschule-Initiative.

An einer Diskussion haben die Reitschüler kein Interesse. Sie schreiben: «Wir wünschen Ihnen Erfolg auf der Suche nach einer anderen, passenderen Stammbeiz.» (sas)

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Publiziert am 21.03.2016 | Aktualisiert am 26.05.2016
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Burka-Bomber vor dem Bundeshaus Besser Verdummungs- statt Vermummungs-Verbot

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72 Kommentare
  • Ralph  Meier aus Reisiswil
    21.03.2016
    Dümmer gehts nimmer. Die können froh sein, dass sie den rechtsfreien Raum nicht geteert und gefedert wieder verlassen haben; wobei, verdient hätten sie es allemal
  • Georg  Ritter 21.03.2016
    "Die Typen befohlen den beiden Politikern..."... Befohlen? Ist wieder mal eine Förderschulklasse am Dienstpult...?!
  • Thomas   Wassmer 21.03.2016
    Ich habe überhaupt kein Mitleid mit Nils Fiechter. Zuerst seine plumpe Aktion mit dem Sprengstoffgürtel, dann sein Vorstoß gegen die Reitschule und dann noch selbst hingehen. Die Beleidigungen finde ich nicht in Ordnung.
    Aber sonst.... Wer provozieren kann muss auch mit den Antworten umgehen können. Sein Gejammer ist bloß Show um weitere Schritte gegen die Reitschule einzuleiten. Billig.
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    21.03.2016
    und, werden die nun auch mit einem Voodoo Zauber belegt? Und wann kriegen die Polizisten wieder Prügel? Im Zeichen der Kultur, des Friedens und der allerhöchsten Moral?
  • Friedrich  Nellen aus Naters
    21.03.2016
    Teile der Linken und Teile der "Muslime" haben eins gemeinsam:
    sie erwarten, dass gegenüber ihren Interessen und Ihrer Religion tolerant ist. Sind aber im Gegenzug gegen anders Denkende oder anders Gläubige absolut intolerant.