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Eingestellt wurde die Suche wegen Erschöpfung der Einsatzkräfte und wegen des trüben Wassers. Wegen der schlechten Sichtverhältnisse kamen die acht aufgebotenen Taucher nicht unter der Wasseroberfläche zum Einsatz, sondern halfen mit, von Booten aus zu suchen.
Insgesamt 50 Angehörige der Armee und der Seepolizei des Kantons Bern standen heute im Einsatz.
Der Durchdiener im Katastrophenhilfe-Bereitschaftsdienst der Armee hatte gestern die Mittagspause für ein Bad in der Aare benutzt, trotz Schwimmverbot. Sein Verband war bei Aarwangen mit Vorbereitungsarbeiten für einen nationalen Pontonierwettkampf beschäftigt.
Zusammen mit zwei Kollegen stieg er ohne Schwimmweste in den Fluss. Als er in Schwierigkeiten geriet, schaffte er es nicht mehr ans Ufer. Das ergaben die ersten Ermittlungen der Militärjustiz.
Weiterhin bleibt rätselhaft, warum der Soldat nicht mehr aus dem Wasser gelangen konnte. «Der Fluss hatte zu dieser Zeit keine starke Strömung», sagt ein Beobachter gegenüber Blick.ch, der in der Nähe wohnt. Auch er habe schon öfters dort gebadet. War es ein Kälteschock? «Der Fluss ist sicher noch nicht sehr warm», meint der Anwohner.
Laut Armee-Sprecher Daniel Reist suchten die Einsatzkräfte einen 3,7 Kilometer langen Abschnitt der Aare bis zum Flusskraftwerk Wynau ab. Dort wurde das Wehr sofort geschlossen, als die Nachricht vom Unfall kam. Es ist laut Reist «weitestgehend ausgeschlossen», dass der Vermisste weiter flussabwärts abtrieb.
Der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, liess heute auf der Internetseite der Armee eine Botschaft aufschalten. Darin appelliert er an die Selbstverantwortung der Armeeangehörigen. Diese bestehe auch darin, mit Risiken bewusst umzugehen.
Aufgeschaltet wurden auch bestehende Weisungen zu Arbeiten von Armeeangehörigen am Wasser. Daraus geht hervor, dass Soldaten in Pausen nur geführt schwimmen dürfen. (SDA/b38)