Roma-Banden auf Tour So stehlen Diebe den Bernern ihre Portemonnaies

BERN - In Diebeskreisen sind die Berner beliebt. Denn sie fallen besonders gut auf ihre Tricks herein. Blick.ch enthüllt die Maschen der dreisten Trickser.

  • Publiziert: 01.10.2012

So viel gestohlen wie in diesem Jahr wurde in Bern noch nie. Vor allem Banden treiben in der Stadt ihr Unwesen. «Diebe fühlen sich in Bern besonders wohl», sagt Privatdetektiv Pavel Müller. «Auch, weil die Menschen hier nicht so misstrauisch sind. Das nutzen sie aus.»

Einer ihrer häufigsten Tricks: der fiese Dreier. Er wird vor allem in Warenhäusern praktiziert. Opfer: Frauen mit Handtaschen, die Ware betrachten. Drei Täter nähern sich ihr. Einer deckt das Opfer von links, der andere von rechts ab. Der mittlere entnimmt das Portemonnaie aus der Handtasche und reicht es abgedeckt durch ein Kleidungsstück sofort weiter. «Die Täter hier sind oft besonders gut gekleidete Männer», sagt Müller.

Ebenfalls beliebt: der magische Bus. Wenn besonders viele Menschen in ­einen Bus drängen, steigen die Täter zuletzt zu. Zumindest scheinbar. Denn kurz bevor die Türe schliesst, entnehmen sie dem Opfer etwas aus der Tasche. Das Opfer bemerkt den Diebstahl erst, wenn der Bus schon abgefahren ist. Die Täter aber bleiben draus­sen. «Hier sind die Täter meistens Frauen, die fallen weniger auf. Da sind auch die Menschen nicht misstrauisch», sagt Müller von der Detektei Müller.

Besonders fies: Flirty Dancing. Hier suchen die Täter ein Opfer in einer Disco. «Selbstverständlich sind das immer gut aussehende, galante Täter», sagt Müller. Es wird getanz, geflirtet, Alkohol getrunken. Und plötzlich ist alles weg – Tasche, Handy, Wertsachen. Der Täter sitzt dem Opfer buchstäblich gegenüber. «Oft täuschen sie dann auch noch vor, nach dem Täter zu suchen», sagt Detektiv Müller.

Neben diesen eingeübten Tricks sind aber natürlich auch spontane Diebstähle an der Tagesordnung. Im Gedränge ist die Gefahr besonders gross. Und: Frauen sind besonders gefährdet. «Von jungen Männern lassen die Täter die Finger», sagt Müller. «Die Diebe sind europaweit operierende Profis. Wichtig ist, immer in Kontakt mit seinen Wertsachen zu bleiben.»

Beliebteste Kommentare

  • maria  grüter
    wenn man sowas liest, könnte man auf die idee kommen ein paar gespannte mausefallen in der handtasche zu haben :D
  • Joller  Axel , Bern
    Wenn man einen Dieb stellt und der Polizei übergibt, passiert nichts. Der Dieb kann sogar vor dem Bestohlenen den Polizeiposten verlassen. Portemonnaies und Handy klauen ist heute einfach keine Straftat mehr. Gegen Handy klauen hätten Hersteller und Netzbetreiber schon lange etwas machen können. Aber sie machen ja Geld durch geklaute Handys.

Alle Kommentare (9)

  • Hanspeter Lehmann  Switzerland , Liestal , via Facebook
    Auf einem Rastplatz vor Luzern wollten uns auch Romas ablenken und reinlegen. Es gibt nur eines.........Nichts wie weg, wenn die in der Nähe sind. Man erkennt sie ja zum Glück.
  • Hanspeter Lehmann  Switzerland , Liestal , via Facebook
    Fangen wir doch an die Romas zu beklauen.............
  • Verein  Schäft Qwant , Basel , via Facebook
    und was bitte, aus der Überschrift, hat das mit Roma zu tun? Diebe, und auch Diebesbanden, gibt es überall und bei allen Völkern/Ethnien...
    • Köbi  Karrer
      Weil es sich in dem speziellen Fall offenbar um Roma handelt, vermute ich mal. Aber man kann das Problem natürlich auch negieren und den Kopf in den Sand stecken.
      • 02.10.2012
      • als Kommentar auf Verein  Schäft Qwant , Basel
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      • 6
  • Carina  König , Stuttgart
    Dieses Flirty Dancing ist anscheinend auch in anderen Städten immer häufiger eine beliebte Masche. Es geht den meisten aber gar nicht ums Geld, sondern ums Smartphone. Am beliebtesten sind natürlich die iPhones.
  • Joller  Axel , Bern
    Wenn man einen Dieb stellt und der Polizei übergibt, passiert nichts. Der Dieb kann sogar vor dem Bestohlenen den Polizeiposten verlassen. Portemonnaies und Handy klauen ist heute einfach keine Straftat mehr. Gegen Handy klauen hätten Hersteller und Netzbetreiber schon lange etwas machen können. Aber sie machen ja Geld durch geklaute Handys.
    • Martin  Moeklin , Pattaya
      Kann ich nur zustimmen, Hatte ich schon vor ueber 20 Jahren eine aehnliche Sitiaion erlebt. Nur war es kein Handy, sondern ein Auto das mir abhanden kam. Der Auslaender verliess den Polizeiposten noch bevor mir mein Protokoll ausgehaendigt wurde.
      • 02.10.2012
      • als Kommentar auf Joller  Axel , Bern
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